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Grenzkontrollen: Belgien will "um jeden Preis" Lager wie in Calais verhindern

Grenzkontrollen: Belgien will "um jeden Preis" Lager wie in Calais verhindern
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Belgien hat Passkontrollen an seiner Grenze zu Frankreich verschärft. Grund ist die drohende Schließung eines provisorischen Flüchtlingslagers im nordfranzösischen Calais.

Man wolle “um jeden Preis verhindern”, dass die Menschen, die dort ausharren, um nach Großbritannien zu gelangen, in Belgien ähnliche Lager aufbauen, so der belgische Innenminister Jan Jambon.

In Brüssel besteht seit längerem die Sorge, dass in der Nähe des belgischen Hafens Seebrügge ähnliche Lager entstehen könnten.

Aufgegriffene Migranten schickt die belgische Polizei zurück nach Frankreich.

“Wir wollen hier nicht bleiben, aber sie lassen uns nicht gehen”, sagt dieser Afghane.

“Nach England?”, wird er gefragt.

“Nein, in irgendein anderes EU-Land” antwortet er.“Was sollen wir denn hier?”

Vor allem in Küstennähe an den Grenzübergängen zu Frankreich setzt Belgien nun 250 bis 290 Polizisten ein. Die belgische Regierung habe die EU-Kommission informiert, dass sie trotz des Schengen-Abkommens vorübergehend wieder Kontrollen einführt, hieß es.

Belgien ist das siebte Schengen-Land das die Grenzkontrollen wieder einführt.

Im sogenannten Dschungel von Calais leben mehrere Tausend Migranten. Über die Räumung des südlichen Teils des Lagers soll in den kommenden Tagen ein Gericht in Lille entscheiden.