Hat Russland eine Fake-News-Kampagne gegen deutsche Soldaten in Litauen lanciert?

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Von Kirsten Ripper
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Falsche Vergewaltigungsvorwürfe gegen deutsche Soldaten in Litauen sind offenbar Teil einer Fake-News-Kampagne gegen die NATO.

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Falsche Vergewaltigungsvorwürfe gegen deutsche Soldaten in Litauen sind offenbar Teil einer Fake-News-Kampagne gegen die NATO. Das vermutet das Verteidigungsbündnis laut Spiegel Online. Das Nachrichtenmagazin spricht von einem “gut organisierten Angriff”. Der litauische Parlamentspräsident und mehrere Medien hatten E-Mails erhalten, denen zufolge ein deutscher Soldat in Litauen ein junges Mädchen vergewaltigt haben soll.

Nato-Einsatz in Litauen: Russland attackiert Bundeswehr mit Fake-News-Kampagne https://t.co/9yHJfii8OOpic.twitter.com/dHki2oXJEZ

— DER SPIEGEL (@DerSPIEGEL) 16. Februar 2017

“Der Spiegel” vergleicht die neue Fake-News-Operation mit dem Fall Lisa in Berlin. Wegen der angeblichen, aber nie stattgefundenen Vergewaltigung der Russlanddeutschen Lisa hatte der damalige deutsche Außenminister Steinmeier dem Kreml Propaganda vorgeworfen.

Seit Anfang Februar 2017 sind deutsche Soldaten zusammen mit Truppen aus Belgien, den Niederlanden und Norwegen in Litauen staioniert. Schon im Januar wurden im Rahmen der Operation “Atlantic Resolve” NATO-Truppen nach Polen geschickt. Die NATO-Aufrüstung an der Ostgrenze des Bündnisses ist Russland ein Dorn im Auge.

Die Fake-News-Kampagne wurde übrigens am litauischen Unabhängigkeitstag bekannt. An diesem Tag unterstreicht das Land im Baltikum seine Unabhängigkeit vom großen Nachbarn Russland.

#Lithuania celebrates 99th anniversary! Congratulations to every Lithuanian wherever you are! pic.twitter.com/BQz7C0rh73

— Dalia Grybauskaitė (@Grybauskaite_LT) 16. Februar 2017

Einige machen bei so vielen Fake-News-Berichten auf Twitter aber auch Scherze.

“Russia is fake news.”
Ok.

— Jörgen Camrath (@uniwave) 16. Februar 2017

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