Brandkatastrophe: Muss jetzt der Gouverneur gehen?

Menschen fordern Sicherheit in Kemerowo
Menschen fordern Sicherheit in Kemerowo Copyright REUTERS/Sergei Karpukhin
Von Christoph Wiesel
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Die Menschen in Kemerowo fordern nach dem verheerenden Brand Konsequenzen: Sie wollen den Rücktritt des Gouverneurs der Region. Doch der gilt als unantastbar.

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Die Menschen in Kemerowo wollen endlich die Wahrheit: Nach dem verheerenden Brand in einem Einkaufszentrum fordern sie Aufklärung - über die Brandursache, die tatsächliche Zahl der Toten. Politik und Behörden glaubt hier kaum jemand.

Und die Bewohner wollen Konsequenzen. Besonders gegen einen richtet sich derzeit ihre Wut, den Gouverneur der Region, Aman Tulejew.

73 Jahre alt, seit 20 Jahren im Amt - Tulejew gilt als unantastbar. Nicht zuletzt, weil er Präsident Putin stets gute Wahlergebnisse liefert. Dass er jetzt seinen Posten räumt, ist daher kaum wahrscheinlich, obwohl er nach dem Brand weder den Ort des Unglücks besuchte, noch mit Angehörigen sprach.

Stattdessen nannte er Demonstranten, die seinen Rücktritt fordern "Randalierer" und "Aasgeier". Bereits vor acht Jahren hat er eine Katastrophe in seiner Region als Gouverneur durchgestanden. Bei einer Explosion in einer Kohlmine starben damals 66 Arbeiter. Tulejew blieb im Amt.

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