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Feinschmecker aufgepasst: Oktopus immer teurer

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Feinschmecker aufgepasst: Oktopus immer teurer

Feinschmecker aufgepasst: Oktopus immer teurer
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In Spanien schießen die Oktopus-Preise in die Höhe. Die Weichtiere aus der Familie der Kraken kommen vor allem in Galizien gerne auf den Teller. Auf den örtlichen Fischmärkten ist der Kilopreis in den vergangenen zwei Jahren um rund zehn Euro gestiegen. Mittlerweile werden teilweise fast 18 Euro pro Kilo verlangt.

„Die Preise sind hoch, und ich glaube nicht, dass sie fallen, sondern noch weiter ansteigen werden“, meint Carmen Torres, eine Händlerin in der galizischen Ortschaft Bueu. „Ich würde mir wünschen, dass die Fischer viele Oktopusse fangen und die Preise sinken. Doch das wird wohl nicht geschehen.“

Oktopus: Galizischer Gaumenreiz

Nur 25 Prozent der Oktopusse, die in Spanien verspeist werden, stammen von galizischen Fischern. Eine Erhöhung der Fangquoten ist für sie keine Lösung - dadurch zerstöre man die Oktopus-Bestände, meinen die Fischer.

Audun Lem von der Ernährungs- und Landwirtschaftsbehörde der Vereinten Nationen erläutert, worauf die Preisentwicklung zurückzuführen ist.

„Kunden in Japan, aber vor allem in den Vereinigten Staaten haben Gerichte mit Oktopussen für sich entdeckt. Das ist eine erfreuliche Entwicklung für die Händler, die hohe Preise erzielen können. Der Nachteil ist, dass traditionelle Märkte wie Spanien jetzt mehr für die Oktopusse zahlen müssen. Denn Spanien und andere Märkte hängen sowohl von den Händlern vor Ort, aber auch von den Einfuhren ab. Die Importe kommen aus Mauretanien, Marokko und teilweise auch aus Mexiko.“

Derzeit laufen Versuche, Oktopusse ähnlich wie Fische in Zuchtanlagen zu mästen. Marktfähig ist diese Variante aber noch nicht.