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Journalistin Meşale Tolu darf Türkei verlassen

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Journalistin Meşale Tolu darf Türkei verlassen

Journalistin Meşale Tolu darf Türkei verlassen
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Die deutsche Journalistin und Übersetzerin Meşale Tolu darf die Türkei verlassen. Es wird erwartet, dass sie in Kürze in Deutschland eintrifft. Tolu wird in der Türkei Mitgliedschaft in einer terroristischen Gruppierung vorgeworfen. Zwischen April und Dezember 2017 saß sie in Untersuchungshaft, nach ihrer Entlassung wurde Tolu mit einer Ausreisesperre belegt. Der Prozess gegen die 33-Jährige wird am 16. Oktober fortgesetzt.

Rainer Breul, Sprecher des Auswärtiges Amtes, sagt: „Natürlich freuen wir uns für Frau Tolu, aber es gibt noch eine ganze Reihe von anderen Haftfällen, die wir nicht aus den Augen verlieren werden, nur weil es in einem Fall positive Nachrichten gibt. Und ich wollte noch ergänzen - bei aller Zurückhaltung über Informationen zu weiteren Details - dass die Gerichtsentscheidung, die die Ausreisesperre aufgehoben hat für Frau Tolu schon einige Wochen zurückliegt und nicht in Zusammenhang steht mit jüngeren oder jüngsten Entwicklungen", so Breul.

Tolus türkischer Ehemann Suat Corlu, der im selben Verfahren angeklagt ist, darf die Türkei nicht verlassen.

Der deutsche Außenminister Heiko Maas nannte die Aufhebung von Tolus Ausreisesperre „einen Schritt für die Verbesserung unseres Verhältnisses zur Türkei". Maas erklärte: „Klar ist aber auch: Bei diesem Schritt darf es nicht bleiben. Wir sehen viele Punkte in Sachen Rechtstaatlichkeit in der Türkei weiterhin kritisch und sprechen das offen gegenüber unseren türkischen Gesprächspartnern an. Dies gilt insbesondere für die andauernden Haftfälle: Derzeit sind mindestens sieben Deutsche aus politischen und für uns nicht nachvollziehbaren Gründen inhaftiert."