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Scott Morrison (50): Ein Hardliner für "Down under"

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Scott Morrison (50): Ein Hardliner für "Down under"

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Er ist Australiens neuer starker Mann: Scott Morrison - bis dato Schatzkanzler in "Down under" - setzte sich überraschend in einer Kampfabstimmung gegen den Hauptrivalen Peter Dutton, den früheren Innenminister, durch.

In seiner Zeit als Einwanderungsminister hatte sich Morrison durch eine harte Linie gegen Flüchtlinge einen Namen gemacht. Morrison führte die Politik ein, Bootsflüchtlinge in Lagern auf Inseln außerhalb Australiens festzuhalten. Unter Morrisons Ägide wurde das Programm "Souveräne Grenzen" etabliert: Flüchtlingsboote wurden zum ersten Mal systematisch auf hoher See abgefangen und nach Indonesien zurückgeschickt.

Hungerstreiks und Selbstverstümmelungen der Flüchtlinge sowie massive Kritik der Uno und von Menschenrechtsorganisationen ließen ihn kalt. Amnesty International prangerte die menschenunwürdigen Zustände in den Lagern an - etwa auf Manus Island, das zu Papua-Neuguinea gehört. Es sei wie ein Gefängnis unter freiem Himmel.

In Australien ist diese Flüchtlingspolitik umstritten. Viele sorgen sich um das Ansehen von "Down under" als offener und liberaler Staat.

Für andere ist die Null-Toleranz-Politik in Sachen Immigration durchaus ein Vorbild: Italiens Innenminister Matteo Salvini sagte erst am Donnerstag: Mein Ziel ist die australische 'No-way-policy'".