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Russlands Regierung will syrisches Militär aufrüsten

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Russlands Regierung will das syrische Militär aufrüsten: So soll demnächst ein Luftabwehrsystem an das Bürgerkriegsland übergeben werden. Russland hatte vor Jahren mit Israel vereinbart, die Lieferung des Waffensystems an Syrien auszusetzen. Diese Zusage könnte jetzt fallen.

"2013 haben wir auf Israels Wunsch die Lieferung des S-300-Systems an Syrien abgebrochen", so Russlands Verteidigungsminister Sergei Schoigu. "Das System war zur Auslieferung bereit, syrische Militärs hatten ein Training bekommen. Heute sieht die Lage anders aus. Das ist nicht unser Fehler."

"in 2013, at the request of the Israeli side, we suspended the delivery of the S-300 complex to Syria, which was prepared for dispatch, and the Syrian military personnel were trained. Today the situation has changed. And it was not our fault."

In der vergangenen Woche hatte Syriens Luftabwehr ein russisches Aufklärungsflugzeug abgeschossen. Eigentlich wollten die Syrer auf vier angreifende israelische Kampfjets zielen. Bisher verwendet Syriens Militär ältere russische Abwehrsysteme.

"Die Lieferung eines solchen Waffensystems würde Israel daran hindern, im syrischen Luftraum zu agieren", schätzt der ehemalige russische Botschafter in Israel, Zvi Magen, vom Institut für internationale Studien in Tel Aviv die Lage ein, "das wäre eine Kriegserklärung derer, die solche Waffen besitzen. Ich meine, das Waffensystem gehört dort nicht hin und wird zerstört werden. Wie Russland damit umgeht, ist eine andere Frage. Ich würde nicht empfehlen, diese Waffen zu liefern und sich mit der israelischen Armee anzulegen."

Bereits im April, nach Luftangriffen der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf syrisches Hoheitsgebiet, hatte Russland angekündigt, die Waffenlieferung möglicherweise n icht mehr länger auszusetzen.