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Auftakt: 73. Vollversammlung der Vereinten Nationen

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Auftakt: 73. Vollversammlung der Vereinten Nationen

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In New York beginnt die 73. Vollversammlung der Vereinten Nationen, zum Auftakt sollen die Präsidenten Donald Trump, Emmanuel Macron, Recep Tayyip Erdogan und der iranische Präsident Hassan Rohani sprechen.

Ein zentraler Schwerpunkt aus europäischer Sicht sind Flüchtlinge und Migration; besonderes Augenmerk gilt der Situation in Libyen als zentrales Durchgangsland auf dem Weg nach Europa. Federica Mogherini, Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, über die Voraussetzungen für eine Stabilisierung des nordafrikanischen Landes:

"Wahlen müssen angemessen vorbereitet werden, in einem klaren verfassungsmäßigen und rechtlichen Rahmen. Die Bürger müssen wissen, wofür sie stimmen, sei es für das Parlament oder den Präsidenten. Was sind die Befugnisse, was ist der institutionelle Rahmen. Die Sicherheit muss gegeben sein, und vor allem muss es einen politischen Prozess geben, der dazu führt, dass das Wahlergebnis von allen akzeptiert wird."

Besonders Italien drängt auf Fortschritte in der Libyen-Frage. Filippo Grandi, Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, hält mit Kritik an der Instrumentalisierung der Flüchtlingsfrage nicht zurück:

"Das Thema wurde sehr politisiert, um Wahlen zu gewinnen. Wie wurde politisiert? Durch die Stigmatisierung dieser Menschen. Indem ich sie zur Bedrohung mache, eine Invasion Europas behaupte. Das Problem sind nicht die Flüchtlinge und Migranten, sondern die Art und Weise, wie dieses Problem behandelt wurde."

Bis kommenden Montag wollen mehr als 140 Staats- und Regierungschefs vor der Vollversammlung sprechen, am Rande des Geschehens sind mehr hochrangige Treffen vor und hinter den Kulissen geplant, in denen es auch um die Zukunft der Vereinten Nationen gehen wird:

euronews - Korrespondentin Michela Monte aus New York:

"Nach besonders intensiver Vorbereitung beginnt heute die Generalversammlung. Die, mit denen ich hier sprechen konnte, meinen, das sei ein Anzeichen für die schwierige Phase, in der die UN gerade steckt. Die Auffassung ist, wer hier dialogfähig ist, wird anderswo nicht streiten. Wir werden sehen, zu welchen Ergebnissen die Gespräche führen werden."