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Nobelpreis-Skandal: Franzose wegen Vergewaltigung verurteilt

Nobelpreis-Skandal: Franzose wegen Vergewaltigung verurteilt
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Der Franzose Jean-Claude Arnault, der einen Konflikt unter den Jurymitgliedern des Literaturnobelpreises ausgelöst hat, muss wegen Vergewaltigung ins Gefängnis. Das Gericht in Stockholm verurteilte ihn zu zwei Jahren Haft.

Arnault sieht sich dem Vorwurf der sexuellen Belästigung von mehr als einem Dutzend Frauen gegenüber. Eine Anklage wegen Korruption ist inzwischen aus Mangel an Beweisen fallengelassen worden.

Die Verurteilung wegen Vergewaltigung kommt just in der Woche, in der die Gewinner der Nobelpreise bekanntgegeben werden. Arnault ist mit Katarina Frostenson verheiratet, sie war Mitglied der Schwedischen Akademie. Diese vergibt die Literaturnobelpreise.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe entspann sich ein Streit in der Akademie, ob Frostenson weiter im Amt bleiben könne. Schließlich legten mehrere Jurymitglieder aus Protest ihre Arbeit nieder, im laufenden Jahr wird kein Literaturnobelpreis verliehen.

Bei den Korruptionsvorwürfen ging es darum, dass sich das Ehepaar angeblich Fördergelder der Akademie zugeschanzt hat. Auch der Vorwurf, Arnault habe die Namen von Nobelpreisträgern vorab ausgeplaudert, steht im Raum. Er hat diesen Vorwurf zurückgewiesen.