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Energie und Konflikte: Kurz bei Putin

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Energie und Konflikte: Kurz bei Putin

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Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat in St. Petersburg mit Russlands Präsident Wladimir Putin unter anderem Fragen der Energieversorgung erörtert. Kurz weilte dabei nicht nur als Vertreter seines Landes in Russland, sondern auch als Repräsentant der Europäischen Union, schließlich hat Österreich derzeit den EU-Ratsvorsitz inne.

Putin betone die langjährige Zusammenarbeit zwischen Russland und Österreich im Energiebereich. In Bezug auf die geplante Ostsee-Gasfernleitung Nordstream 2 erläuterte er: „Aufgrund von Druck von außen hat Bulgarien das Projekt Südstream aufgegeben, bedauert das jetzt und spricht darüber, unser Gas über eine türkische Leitung zu erhalten. Es wäre schade, wenn ganz Europa es Bulgarien gleichtäte, indem es solche Schwäche und Unfähigkeit bei der Verteidigung seiner nationalen Interessen zeige", erläuterte der russische Präsident.

Ebenfalls ein Gesprächsthema zwischen Putin und Kurz: Der Konflikt in der Ostukraine sowie das Verhältnis zwischen Brüssel und Moskau.

Kurz: „Als kleines, aber aktives Mitgliedsland in der Europäischen Union gestalten wir die Position der Europäischen Union aktiv mit und tragen diese natürlich auch mit, was die Maßnahmen und auch die Sanktionen als Reaktion auf die Völkerrechtsverletzung betrifft. Und wir hoffen, dass es gelingt, wie auch schon besprochen, im Rahmen des Minsker Abkommens Fortschritte zu erzielen, um eine Entspannung der Situation in der Ostukraine zu ermöglichen."

Es war bereits das vierte Kurz-Putin-Treffen in diesem Jahr. Russland habe als großes Land und Supermacht eine starke Verantwortung, im Ukrainekonflikt und in Syrien eine politische Lösung zustandezubringen, so der Kanzler.