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Auch nach Bayern-Wahl: Seehofer will Innenminister bleiben

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Auch nach Bayern-Wahl: Seehofer will Innenminister bleiben

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Reuters / HANNIBAL HANSCHKE
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CSU-Chef Horst Seehofer will auch nach der Landtagswahl in Bayern als Innenminister im Bundeskabinett bleiben. "Ich habe ein großes Werk zu verrichten", sagte Seehofer der "Welt am Sonntag".

Er wolle, dass die Politik wieder mehr auf die Anliegen der Bevölkerung schaue und für Recht und Ordnung sorge, betonte der 69-Jährige. "Diese Mission werde ich erfüllen." Auf die Frage, ob er nach der Bayern-Wahl auch den Parteivorsitz behalten wolle, sagte Seehofer: "Ich bin von meinem Parteitag bis zum Herbst nächsten Jahres gewählt."

Seehofer ist nach eigenen Worten zuversichtlich, dass die CSU trotz schlechter Umfragewerte bei der Landtagswahl in einer Woche noch gut abschneiden kann. "Grundsätzlich" sei eine absolute Mehrheit auch heute noch möglich. "Gegenwärtig wende ich meine ganze Kraft auf, unsere Partei zusammenzuhalten und unserem Kandidaten Markus Söder jede Unterstützung zuteilwerden zu lassen", sagte Seehofer. "Nur vorsorglich weise ich darauf hin, dass wir in der Asylpolitik alles gemeinsam gemacht haben."

Söder hatte vor wenigen Tagen die große Koalition in Berlin zumindest mitverantwortlich für die schlechten Umfragewerte gemacht und dabei indirekt auch Seehofers Verhalten im Zusammenhang mit dessen Flüchtlings-Masterplan kritisiert.

Aktuelle Umfragen sagen der CSU massive Verluste bei der Landtagswahl am 14. Oktober voraus. Im neuen ZDF-"Politbarometer" (Freitag) kommt sie auf 35 Prozent, im ARD-"Bayerntrend" (Donnerstag) auf 33 Prozent. Bei der Landtagswahl 2013 hatte die CSU 47,7 Prozent erreicht.

Den neuen Umfragen zufolge würde die CSU nicht nur ihre absolute Mehrheit klar verfehlen. Rechnerisch wäre sogar eine Vierer-Koalition gegen die CSU möglich, auch wenn dies als unwahrscheinlich gilt.