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Inspiration für andere Regionen: RegioStars Awards vergeben

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Fünf Projekte aus ganz Europa wurden mit dem RegioStars-Preis für die besten Ideen zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Verbesserung der Lebensqualität auf regionaler Ebene ausgezeichnet.

Während der "Woche der Regionen" feierte die EU-Kommission auch das 30-jährige Bestehen der EU-Kohäsionspolitik.

Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) feierte gleichzeitig auch das 30-jährige Bestehen der EU-Kohäsionspolitik.

Region Helsinki erhält Preis für "Nachhaltigkeit durch niedrige Kohlenstoffemissionen"

Einen Preis gab es in der Kategorie "Nachhaltigkeit durch niedrige CO2-Emissionen", er wurde durch die Kerstin Westphal, SPD-Abgeordnete im Europaparlament and die Region Helsinki übergeben.

Marjo Määttänen ist Leiterin des ausgezeichneten TeKiDe-Baumwoll-Recycling-Projekts aus Helsinki, sie erklärt: "Wir versuchen, die Kreislaufwirtschaft zu fördern, indem wir eine neue Art von Textilproduktionstechnologie aufbauen."

Baumwolltextilien werden recycelt und mit weniger umweltschädlichen Chemikalien zu einer viskoseähnlichen Faser verarbeitet. Das produziert weniger Abfall als die meisten Techniken.

"So können wir unseren Kindern eine bessere Welt hinterlassen...und die Welt retten", fügt sie hinzu.

Projekte mit "lokalem Mehrwert" ausgezeichnet

Die EU-Kommissarin für Regionalpolitik Corina Crețu erklärt: "Ich bin ein großer Fan des Austauschs bewährter Verfahren, und wir sehen hier etwas, das wächst, das einen Mehrwert vor Ort hat und Arbeitsplätze schafft."

Lambert van Nistelrooij ist ebenfalls Abgeordneter im Europaparlament und Mitglied im Ausschuss für regionale Entwicklung, er verkündete den Preisträger in der Kategorie "Investitionen in das kulturelle Erbe": _"Der Gewinner der RegioStars 2018 in der Kategorie "Investitionen in das kulturelle Erbe" ist Wales aus Großbritannien, mit dem Projekt Nant Gwrtheyrn."_

Jim O'Rourke wirkt an diesem Projekt mit und erklärt dessen Anfänge: "Seit 40 Jahren arbeiten wir am Erhalt der walisischen Sprache, und Nant Gwrtheyrn ist ein Ort, an dem Erwachsene Walisisch lernen können."

Das walisische Sprachlernprojekt hat dem Dorf Auftrieb gegeben, Jim O'Rourke führt aus:

"Die EU-Mittel kommen zum Einsatz, um einen Traum zu verwirklichen. Das ist es, was in Nant Gwrtheyrn geschah: Es war ein totes Dorf, niemand lebte mehr dort, und wir konnten es wieder aufbauen: jetzt ist es eine lebendige Gemeinschaft, die 30 Menschen beschäftigt."

Inspirierende Projekt und Hoffnung in Europa

Karl-Heinz Lambertz ist Präsident des Ausschusses der Regionen der EU, er erklärt das Anliegen des Preises: "All die Projekte, die preiswürdig sind, sind solche, wo man etwas Besonderes hinbekommen hat, wovon sich andere auch inspirieren lassen können, und wo man zeigen kann: Europa, das ist nichts was Angst macht, Europa ist etwas das Hoffnung gibt!"

Die spanische Region Murcia gewann in der Kategorie "Bewältigung von Herausforderungen der Migration".

Javier Celdrán Lorente, zuständiger Minister der Region für Arbeit und Wirtschaft sagt über das ausgezeichnete Projekt: "Unser Projekt hilft Menschen - Flüchtlingen - Grundbedürfnisse zu erfüllen, wie Wohnen, Gesundheit und die Unterstützung bei Berufsqualifizierungen zu erreichen. Wir haben mit europäischen Mitteln ein Protokoll entworfen, darin geht es nicht nur um Zahlen oder den Haushalt, sondern auch um Menschen. Menschen, die in dramatischen Situationen leben, und mit unserer Hilfe haben sie Hoffnung für die Zukunft."

Mohamad Tarek Gellawi ist einer von denjenigen, die von dem Projekt profitiert haben, er sagt:

"Das Programm hat mir und meiner Familie geholfen das Grauen hinter uns zu lassen."

Ausgezeichnet wurden auch eine tschechische Initiative zur Bereitstellung von Sozialwohnungen für einkommensschwache Menschen und ein portugiesisches Projekt, das IT-Unternehmen in einer weitgehend ländlichen Region angesiedelt hat.

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