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"Scheißdreck gespielt" und Medienschelte: Selbst Fans entsetzt von Bayern-Bossen

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"Scheißdreck gespielt" und Medienschelte: Selbst Fans entsetzt von Bayern-Bossen

"Scheißdreck gespielt" und Medienschelte: Selbst Fans entsetzt von Bayern-Bossen
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REUTERS/Andreas Gebert
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Nach Pressekonferenz von FC Bayern Präsident Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sind selbst eingefleischte Fans der Münchner entsetzt. Es hagelte Kritik an den Medien, dabei übten die Bayern-Bosse selbst Kritik besonders an ehemaligen Spielern des Clubs und an den Medien.

"Es ist an der Zeit, dass sich der wichtigste Club in Deutschland positioniert", sagte Hoeneß. "Wir werden keine despektierliche und respektlose Kritik weiterhin akzeptieren." Dem im Sommer verkauften Außenverteidiger Juan Bernat bescheinigte er jedoch zuvor, im Champions-League-Spiel gegen den FC Sevilla in der Vorsaison "einen Scheißdreck" gespielt zu haben. Der Berater des 25-Jährigen verlangte am Freitagabend mehr Respekt von Hoeneß gegenüber den Spielern.

"Heute ist ein wichtiger Tag für den FC Bayern, weil wir Ihnen mitteilen, dass wir uns das nicht mehr gefallen lassen", erklärte Rummenigge. "Wir werden uns diese hämische, herabwürdigende, faktische Berichterstattung nicht mehr bieten lassen", erklärte der 63-Jährige. Die Führungsspitze beklagt nach dem verlorenen Länderspiel Deutschlands gegen die Niederlande Unwahrheiten sowie "polemische" und "unverschämte" Kritik an verdienten Bayern-Spielern und auch an Bundestrainer Joachim Löw.

Den Innenverteidigern Boateng (30) und Hummels (29) war vom TV-Experten Olaf Thon, einem ehemaligen Bayern-Profi, «Altherrenfußball» vorgehalten worden. "Geht's eigentlich noch?", fragte Rummenigge. Thon wies den Vorwurf der Polemik zurück. "Das war ja nicht unter der Gürtellinie", sagte er.

Nach der Medienschelte des FC Bayern hat der Deutsche Journalisten-Verband dazu aufgerufen, nicht vor den Bossen des Rekordmeisters einzuknicken. "Wie Journalisten über den Fußballclub, die Spiele und die Verantwortlichen des Vereins berichten, lassen wir uns nicht von der Chefetage des Vereins vorschreiben", sagte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall. "Mir ist kein Gesetz bekannt, das uns zum Katzbuckeln vor dem FC Bayern München verpflichtet."

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