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"Unendlich traurig" - SWR3-Team und Fans trauern um Steffi Tücking

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"Unendlich traurig" - SWR3-Team und Fans trauern um Steffi Tücking

"Unendlich traurig" - SWR3-Team und Fans trauern um Steffi Tücking
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Ihr Radiosender SWR3 hat im Internet eine Seite eingerichtet, auf der Freunde und Fans gemeinsam trauern und an Stefanie Tücking erinnern können. Die Musikmoderatorin mit der unverkennbaren Stimme ist überraschend im Alter von 56 Jahren in Baden-Baden gestorben.

Im deutschsprachigen Raum bekannt wurde Stefanie Tücking durch die TV-Musiksendung "Formel Eins", die von 1983 bis 1990 jede Woche erst in den Dritten Programmen und dann in der ARD ausgestrahlt wurde.

Die SWR3-KollegInnen schreiben: "Wir können es nicht fassen. Steffi, oder die Tück, wie viele von uns sie genannt haben, wird nicht mehr auf ihre ganz eigene Art in die Redaktion kommen: Türe mit Schwung auf, entschlossener Schritt – und da war die Tück. Sie war wirklich da. Ein direkter, ehrlicher Mensch. Wer mit Steffi zu tun hatte wusste, woran er war. Sie war die mit der klaren Meinung. Wer neu zu SWR3 (entstanden durch die Fusion der Vorgängerwellen SDR 3 und SWF3) kam, war beeindruckt von dieser geraden Frau."

"Stefanie hat Generationen von Menschen die Musik nahe gebracht und das seit 30 Jahren", sagte SWR3-Programmchef Thomas Jung der Deutschen Presse-Agentur. "Kumpeltyp, coole Rocklady, absolute Powerfrau, unprätentiös, keinerlei Starallüren. Das war Stefanie", sagte Jung.

Steffi Tücking war 1962 in Kaiserslautern geboren, sie studierte zunächst Elektrotechnik.

"Dann in die Welt gerannt und über das Kabelfernsehen zur Musiksendung Formel 1 gekommen. Das war der Wendepunkt, da war klar: Elektrotechnik und Kaiserslautern haben mich gesehen." Das schrieb sie in ihrem Blog.

Nachdem sie 1987 Hörfunk-Sendungen beim Bayerischen Rundfunk (Bayern 3) moderiert hatte, wechselte sie 1988 zu SWF3 nach Baden-Baden, wo sie von 1989 bis 1995 als Redakteurin für die populäre Sendung "Pop Shop" zuständig war, die sie auch moderierte. Genauso wie seit 1987 bei SWF3 das Nachtmagazin "Lollipop", das in der Nacht zum Sonntag in der ARD-Popnacht zu hören war, was sie wiederum bundesweit bekannt machte. Von 1996 bis 1998 war sie für die Frühsendung "On" als Redakteurin und Moderatorin zuständig.

Als Schauspielerin war sie in "Monaco Franze" und im "Tatort" zu sehen.

Männer in ihrem Leben habe sie auf den Bowie-Faktor überprüft, erzählte Tücking: "Sehen sie irgendwie anders aus, haben sie diesen leicht lächelnden Seitenblick drauf, bringen sie mich dazu ihnen zuzuhören, können sie tanzen, haben sie ungewöhnliche Klamotten an - und stehen sie ihnen auch. So’n Zeug halt."

Auf Twitter trauern viele um die Frau, die auch ihre Hunde und Motorradfahren liebte.