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Klimawandel bedroht Rentiere

Klimawandel bedroht Rentiere
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In Finnland werden die Rentierherden zusammengetrieben, aber die Hirten sorgen sich, seit Jahrzehnten werden sie Tiere leichter und kleiner – sie finden nicht mehr genug zu fressen. Eine über 20 Jahre durchgeführte Studie deutet auf den Klimawandel:

Stephanie Lefrere ist Wissenschaftlerin beim Finnish Environment Institute:

„Das Finnische Meteorologische Institut hat belegt, dass die Durchschnittstemperaturen in Lappland in den letzten 150 Jahren um anderthalb Grad gestiegen sind.“

Das heißt, es regnet mehr im Winter, und wenn der Regen auf dem Schnee gefriert, können die Tiere ihr Futter unter dem Eis nicht mehr aufspüren oder nach ihm graben.

Matti Sarkela, von der Reindeer Herders' Association:

"Wenn wir jetzt Regen auf den Schnee bekommen, ist das Rentierfutter wie in einem Kühlschrank. Und Rentiere können ihre Nahrung, die Flechten, nicht durch das Eis ausgraben."

Die Rentiere hungern - und passen sich an: die neu geborenen Jungen sind im Durchschnitt deutlich kleiner und leichter, ein Effekt, der in Norwegen wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Die finnischen Hirten planen schon die zusätzliche Fütterung mit Flechten, Pellets und Heu, um den Verlust an natürlicher Nahrung auszugleichen.

Evolutionär gesehen sind Rentiere sehr widerstandsfähige Tiere, aber der Klimawandel könnte für sie zu schnell kommen. In der arktischen Tundra sind die Karibu- und Wildrentierbestände in den letzten zwei Jahrzehnten um fast 50 Prozent zurückgegangen.