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Tränengas und Festnahmen: "Gelbwesten" demonstrieren wieder

Tränengas und Festnahmen: "Gelbwesten" demonstrieren wieder
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**Sie demonstrieren wieder uns sie sind wütend. Auf Frankreichs Straßen haben sich erneut Tausende "Gelbwesten" versammelt. In Paris kam es zu teils gewaltsamen Ausschreitungen.

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In Frankreich gehen die Gelbwesten-Proteste weiter. Am neunten Wochenende in Folge machten in Paris und anderen Städten Tausende Menschen gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron mobil.

Nachdem es vergangene Woche zu Ausschreitungen kam, sind heute landesweit 80.000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz, allein 5000 in Paris. Dort gab es bis zum Nachmittag knapp 60 Festnahmen. Einige Demonstranten warfen Steine und Gegenstände auf Sicherheitskräfte. Diese reagierten mit Tränengas.

Wut der Gelbwesten nimmt wieder zu

Nachdem Macron vor kurzem ein milliardenschweres Paket mit Sozialmaßnahmen auf den Weg gebracht hatte, war die Protestwelle abgeebbt. Doch vor allem die Verhaftung des Lastwagenfahrers Eric Drouet, zentrale Figur der Gelbwesten, bescherte der Bewegung im neuen Jahr wieder deutlich mehr Zulauf. Wegen der Organisation einer nicht angemeldeten Demo hatte man ihn festgesetzt und nach einer Nacht wieder freigelassen.

Steigende Wut der "Gelbwesten" hat Regierung "selbst verschuldet"

Dass jetzt wieder mehr "Gelbwesten" protestieren, hat die Regierung laut Drouet selbst verschuldet: „Unsere Forderungen sind sehr simpel, doch die Politiker antworten nur mit Härte oder Gewalt. Wenn sie endlich einen Schritt auf uns zu machen und uns wirklich ernst nehmen würden, wenn Macron uns bei seinen Auftritten direkt ansprechen würde, dann könnten wir vielleicht vorankommen.“

Demonstrieren künftig nicht mehr anonym

Für Unmut sorgt auch der Plan der Regierung, künftig härter gegen gewaltbereite Demonstranten vorzugehen. Wer etwa vermummt demonstriert, macht sich nach den Regierungsplänen künftig strafbar.

"Bürgerdialog" soll Wogen glätten

Die Gelbwesten fordern konkrete Maßnahmen, um die Kaufkraft der Bevölkerung zu erhöhen. Und mehr Mitbestimmung der Bürger durch Volksabstimmungen. Denn von Macrons Vorschlag einer großen öffentlichen Debatte halten sie nicht viel.

Ab nächster Woche sollen auf Straßen, Märkten und Rathäusern im ganzen Land Politiker mit Bürgern ins Gespräch kommen – über Steuerfragen, Wohnungs- und Reformpolitik.