Linksextremist Battisti wird nach Italien ausgeliefert

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Von Euronews
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Jahrelang blieb der einstige Linksterrorist unbehelligt, begann sogar ein neues Leben als Schriftsteller. Jetzt hat sich der politische Wind in Südamerika gedreht. Battisti ist schon auf dem Weg nach Italien, wo ihn lebenslange Haft erwartet.

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Nach seiner Festnahme in Bolivien wird der frühere italienische Linksextremist Cesare Battisti in seine Heimat ausgeliefert. Die Nachrichtenagentur Ansa meldet, Battisti werde per Flugzeug direkt nach Rom gebracht und dort noch am Montag eintreffen.

Der heute 64-Jährige ist in Italien wegen mehrfachen Mordes verurteilt. Battisti befand sich seit Jahrzehnten auf der Flucht.

Italiens Regierungschef Conte und Staatschef Mattarella dankten den bolivianischen Behörden für ihren Einsatz. Battisti hatte zuletzt in Brasilien gelebt, um eine Haftstrafe in Italien zu umgehen.

Doch der neue brasilianische Präsident Bolsonaro versprach Battistis Auslieferung. Dieser tauchte unter, bis er jetzt den Fahndern in Bolivien ins Netz ging. In Italien erwartet ihn nun lebenslange Haft.

Innenminister Salvini sagte, Battisti sei ein Krimineller, der kein komfortables Leben am Strand verdiene, sondern den Rest seiner Tage im Gefängnis verbringen sollte. Italien werde alles tun, damit den Familien der Opfer, die er auf dem Gewissen habe, endlich Gerechtigkeit widerfahre.

Battisti war Mitbegründer der linksradikalen Gruppe "Bewaffnete Proletarier für den Kommunismus", die in den 70er Jahren in Italien mehrere Anschläge und Morde verübte. Battisti bestreitet, in die Taten verwickelt gewesen zu sein. Die Vorwürfe gegen ihn seien falsch.

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