Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Dramatische Videoaufnahmen: UN-Fallschirmjäger gegen Rebellenbasis

Dramatische Videoaufnahmen: UN-Fallschirmjäger gegen Rebellenbasis
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

In einer großangelegten Militäroperation haben portugiesische Fallschirmjäger zu Beginn des Monats eine Rebellenmiliz in der Zentralafrikanischen Republik attackiert. 50 Stunden lang kämpften sie um eine Basis der Miliz.

Im Videoplayer oben können sie Aufnahmen des Kampfes sehen.

Die von den portugiesischen Streitkräften an Euronews übermittelten Aufnahmen der Operation zeigen den Kampf zwischen den Fallschirmjägern, die Teil der Friedensmission der Vereinten Nationen sind, und Mitgliedern der UPC-Miliz (Union für Frieden in der Zentralafrikanischen Republik).

Eines der ärmsten Länder der Welt

Die UPC war ehemals Teil der Séléka-Rebellenallianz, einer Koalition von hauptsächlich muslimischen Gruppen, die 2013 die Macht in der mehrheitlich christlichen Republik übernahm. Einer der damaligen Anführer, Michel Djotodia, wurde Präsident des Landes und versuchte anschließend, seine vormaligen Mitstreiter zu entwaffnen. Einige von ihnen, wie die UPC-Miliz, weigerten sich jedoch und führten den bewaffneten Kampf weiter.

Die Zentralafrikanische Republik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Dort leben etwa fünf Millionen Einwohner und es kommt seit dem Putsch 2013 immer wieder zu bewaffneten Zusammenstößen zwischen Militär und Milizen.

Die Streitkräfte bezeichneten die Operation als erfolgreich

Die Operation der portugiesischen Fallschirmjäger begann am 10. Januar, nachdem die UPC die Stadt Bambari, die etwa 400 Kilometer von der Hauptstadt Bangui entfernt liegt, gewaltsam angegriffen hatte. Ihnen ging es offenbar um Ressourcen und Geld, das sie von der Bevölkerung erpressen wollten, erklärten die Streitkräfte.

"Die Offensive dieser bewaffneten Gruppe wurde mit schweren Waffen durchgeführt (...), Zivilisten waren während der vorangegangenen Konfrontation mit den zentralafrikanischen Streitkräften (FACA) zwischen die Fronten geraten", sagte Portugals Generalstab der Streitkräfte in einer Erklärung.

Es hieß weiter, dass die Fallschirmjäger in der Hoffnung eingriffen, "Zivilisten zu schützen und den Frieden wiederherzustellen".

Nach der Aktion richteten die Fallschirmjäger am 12. und 13. Januar ihre Aufmerksamkeit auf die Basis der UPC in Bokolobo. Die Aufnahmen zeigen einen Hinterhalt, in den die UN-Truppen auf dem Weg in die Basis gerieten.

In Bokolobo kämpften sie so lange weiter, bis die portugiesischen Fallschirmjäger das Hauptquartier der UPC, die Kontrollpunkte und Barrikaden der UPC zerstört und eine Reihe von Waffen beschlagnahmt hatten.

Die portugiesischen Streitkräfte erklärten die Operation für erfolgreich und sagten, dass es auf ihrer Seite keine Opfer gab.

Friedensgespräche zwischen bewaffneten Gruppen und der Regierung von Präsident Faustin-Archange Touadera, die von der Afrikanischen Union vermittelt werden, sollen am 24. Januar stattfinden.