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WHO fordert bessere Gesundheitsversorgung für Migranten in Europa

WHO fordert bessere Gesundheitsversorgung für Migranten in Europa
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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert für Flüchtlinge in Europa eine bessere Gesundheitsversorgung. Vor allem die Unterschiede beim Zugang zur Grundversorgung müssten abgebaut werden so ein Sprecher der WHO. Einem aktuellen WHO-Bericht zufolge hängt die Gesundheitsversorgung von Migranten und Flüchtlingen von ihrem Aufnahmeland und ihrem Status ab.

Dem WHO-Bericht zufolge haben Asylsuchende nur in 15 Ländern denselben Zugang zur Gesundheitsversorgung wie die einheimische Bevölkerung, beispielsweise in Österreich, der Türkei und Großbritannien. In Deutschland und in Ungarn hätten sie dagegen nur Anspruch auf Notversorgung.

"In den meisten Ländern haben illegale Migranten meiner Meinung nach keinen Zugang zum Gesundheitssystem . Das ist also ein Bereich, in dem wir Überzeugungsarbeit gegenüber den Ländern leisten müssen. Denn der beste Weg, um die eigene Bevölkerung und auch die Flüchtlinge zu schützen, ist, ihnen Zugang zur Gesundheitsvorsorge zu verschaffen", sagt Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa.

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch rettete am Wochenende auf dem Mittelmeer 47 Menschen aus Seenot. Bei zwei Schiffsunglücken sollen laut UN-Flüchtlingswerk UNHCR außerdem bis zu 170 Migranten umgekommen sein. Derzeit sind kaum mehr NGOs auf dem Meer aktiv. Seit letztem Sommer wurden mehrere Rettungsschiffe mit Migranten tagelang auf dem Meer blockiert.