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Tote und Vermisste bei Dammbruch in Brasilien

Tote und Vermisste bei Dammbruch in Brasilien
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Rettung in letzter Minute: Pausenlos sind die Helfer im Südosten Brasiliens im Einsatz, bergen Überlebende und Verletzte. Am Freitag war ein Damm in einer Eisenerzmine nahe der Stadt Brumadinho gebrochen. Die bisherige Bilanz: mindestens neun Tote - über 200 Menschen werden noch vermisst, unter ihnen viele Minenarbeiter, Das Verwaltungsgebäude und die Kantine der Mine, sowie zahlreiche Häuser sind unter der Schlammlawine begraben. Wie es zu dem Unglück im Bundesstaat Minas Gerais - rund 450 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro - kam, ist noch unklar. Möglicherweise sind in dem Schlamm Schadstoffe enthalten.

Erst im Januar hatte es eine Sicherheitsüberprüfung des Damms gegeben - angeblich ohne Mängel. Die Mine wird von dem brasiliaschen Konzern Vale betrieben.

Im Jahr 2015 gab es ebenfalls in Minas Gerais ein ähnliches Unglück. Bei der "Tragödie von Mariana" kam es in einem Eisenerzbergwerk zu einem Dammbruch an einem Rückhaltebecken, 19 Menschen starben. Es kam später zu mehreren Anklagen und Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe. Das damalige Betreiberunternehmen Samarco gehörte ebenfalls Vale sowie dem australisch-britischen Konzern BHP. Eine riesige Welle mit Schlamm und schädlichen Stoffen ergoss sich in angrenzende Ortschaften und kontaminierte den Fluss Rio Doce auf rund 650 Kilometern Länge, bis in den Atlantik floss die braunrote Brühe.