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Japan-Besuch: Merkel schlägt Brücke zwischen Tradition und Digitalisierung

Japan-Besuch: Merkel schlägt Brücke zwischen Tradition und Digitalisierung
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REUTERS/Issei Kato
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Den zweiten Tag ihres Japan-Besuchs hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ganz traditionell begonnen: Der japanische Kaiser Akihito empfing Merkel in seiner Residenz im kaiserlichen Palast von Tokio.

Traditioneller Empfang beim japanischen Kaiser

Nach der förmlichen Begrüßung unterhielten sich die beiden in entspannter Atmosphäre - später traf Merkel auch auf Thronfolger Naruhito (58), der Anfang Mai das Amt von seinem Vater übernehmen wird.

Studenten stellen Merkel Fragen

Es folgte ein Besuch an einer der Elite-Universität Keio von Tokio. Dort stellte sich die Kanzlerin den Fragen der Studenten. Sie betonte die gemeinsamen Interessen Japans und Deutschlands, die sich für eine multilaterale Handelsordnung und eine Reform der Welthandelsorganisation (WTO) einsetzten. Auch die engen wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA vereine die beiden Länder.

Merkel: China sollte mehr Verantwortung übernehmen

Sie appellierte auch an China, seinem wachsenden globalen Anspruch gerecht zu werden und weltweit mehr Verantwortung zu übernehmen. Hintergrund sind Vorwürfe gegen den chinesischen Mobilfunkanbieter HuawEI beim Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes in Deutschland. Die Zusammenarbeit war an Sicherheitsbedenken gescheitert.

Chancen der Zusammenarbeit

Große Chancen bei der Zusammenarbeit sah die Bundeskanzlerin auch im Bereich der Künstlichen Intelligenz und dem gemeinsamen Vorgehen beim Schutz großer Datenmengen - ein Thema, das auch auf dem G20-Gipfel im Juni auf der Agenda stehen soll.