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Bouteflika: Exil-Algerier demonstrieren in Frankreich und London

Manifestation de la communauté algérienne à Marseille
Manifestation de la communauté algérienne à Marseille -
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REUTERS/Jean-Paul Pelissier
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Auch in Frankreich haben AlgerierInnen und algerischstämmige Französinnen und Franzosen gegen die Kandidatur Abdelaziz Bouteflikas bei den Präsidentschaftswahlen protestiert. In Paris gingen laut Veranstaltern mehrere Tausend Menschen auf die Straße.

Das Volk, der einzige Souverän, skandierten sie. Um das zu erreichen brauche es einen anderen Präsidenten, so Fawzia Benklfat: "Erstens wollen wir Bouteflika nicht mehr. Dann brauchen wir Zeit, um uns für Wahlen vorzubereiten und den Kandidaten zu finden, der uns am besten repräsentiert."

"Dieses fünfte Mandat ist Amtsmissbrauch, eine Provokation", so der Aktivist Mehdi Bsikri. "Die Demonstrationen der vergangenen Woche sind eine Warnung, eine friedliche Warnung, um ihnen zu sagen, dass sie aufhören müssen."

"Man setzt uns einen Präsidenten vor, den wir seit 2013 nicht mehr gesehen haben, der seit dem nicht gesprochen hat, gar nichts", so eine ältere Demonstrantin. "Ich glaube, er weiß nicht einmal, was los ist."

In Marseille versammelten sich die DemonstrantInnen im historischen Viertel für algerische EinwandererInnen rund um die Porte d'Aix in der Innenstadt. Während einige ein mafiöses System beklagten, sagten andere, dass sie sich dem Protest nicht anschlossen, da sie fürchten, dies könne die Stabilität im Land gefährden.

In London zeigte die algerische Diaspora bereits am Samstag ihre Unzufriedenheit mit der erneuten Kandidatur des Präsidenten. Viele halten Bouteflika für eine Marionette, die von Militär, Familienclans und Wirtschaftselite gesteuert wird.

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