Schock über Messerattacken: Zwei 17-Jährige getötet

Am gerade vergangenen Wochenende sind zwei Jugendliche durch Messerattacken ums Leben gekommen. Die 17 Jahre alte Jodie, eine Pfadfinderin, wurde in einem Park im Osten von London, erstochen. Ihre Familie sprach von einem völlig unverständlichen Akt der Gewalt. In einem Dorf in der Nähe von Manchester wurde der ebenfalls 17-jährige Yousef durch einen Messerangriff getötet. Er war zu Besuch bei einem Freund, zwei Gleichaltrige wurden festgenommen.
Der britische Innenminister Sajid Javid äußert sich an diesem Montag besorgt. "Junge Leute im ganzen Land werden ermordet, das kann so nicht weitergehen", sagte Javid. Der Innenminister sprach auch von völlig sinnloser Gewalt.
Insgesamt sind in Großbritannien seit Beginn des Jahres 24 Menschen - vorwiegend Jugendliche -durch Messerattacken ums Leben gekommen. Die meisten Gewalttaten gab es in ärmeren Vororten der britischen Hauptstadt. Die Polizei erklärt den Anstieg der Messerangriffe dadurch, dass es schwierig sei, an andere Waffen zu kommen. Hintergründe seien auch Bandenkriege, Kürzungen bei Sozialprogrammen für Jugendliche und Mobbing in den sozialen Medien.
Die Regierung hat jetzt ein Programm im Kampf gegen die Gewalt angekündigt.