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EU-Chefunterhändler über den Brexit

EU-Chefunterhändler über den Brexit
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Er ist einer der wichtigsten Architekten des Brexit, so er denn kommt, und so er ein geregelter Austritt wird: der EU-Chefunterhändler Michel Barnier. Auf Euronews spricht er über den Brexit.

Zuerst müssen sie für den Deal stimmen, das ist die Voraussetzung. Das könnte eine taktische, politische Verzögerung bedeuten. Ich kenne die Antworten für diesen Fall und die Reaktion der EU, ihrer politischen Anführer und des Parlaments: Wofür braucht ihr eine Verlängerung? Um ein neues Referendum zu organisieren, für Neuwahlen oder nichts dergleichen? Ich kann diese Frage nicht im Namen der britischen Regierung beantworten. Wenn das Vereinigte Königreich dann noch ein Mitglied der EU ist, muss es die EU-Wahl organisieren.

Wir brauchen Zeit. Lange haben wir versucht, zu helfen, zuletzt diese Woche. Bis Montagnacht haben wir mit Präsident Juncker versucht, Worte zu finden, eine Garantie zu schaffen, Klarheit über den Vertrag zu schaffen, ihn aber nicht wieder aufzureißen, sondern drum herum zu arbeiten, um die Sicherheit zu vermitteln, dass wir das Vereinigte Königreich nicht auf ewig in der selben Zollunion gefangen halten. Es ist eine Versicherung, wie Sie sie auch für Ihr Haus haben.

Die Verhandlungen sind zu Ende. Präsident Juncker hat deutlich gesagt, es gibt keine weiteren Klärungen. Wir sind so weit gegangen, wie es mein Mandat erlaubt hat, und ich respektiere die Prinzipien der EU. Ich will daran erinnern, dass das Vereinigte Königreich die EU verlässt, nicht andersrum. Wir wollen schützen, was wir sind, und die Grundlage dafür ist der europäische Binnenmarkt. Da geht es um mehr als nur eine Freihandelszone.

Für mich ist es nun am wichtigsten, diese Trennung in geordnete Bahnen zu lenken. Am wichtigsten ist es, die künftigen Beziehungen zu organisieren. Wir brauchen zwei, drei oder vier Jahre nach der Trennung, um diese neue Beziehung mit dem Vereinigten Königreich zu organisieren, das ist wichtiger als alles andere. In jedem Fall wird das Königreich ein enger Partner bleiben, ein Freund und ein Verbündeter. Und wir müssen diese neuen Beziehungen auf eine neue Basis stellen.