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Eilmeldung

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Utrecht: Mutmaßlicher Schütze gefasst

Utrecht: Mutmaßlicher Schütze gefasst
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Reuters / Piroschka van de Wouw
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Bei einer Schießerei in der niederländischen Stadt Utrecht sind mindestens drei Menschen getötet worden und mindestens fünf weitere verletzt worden. Mittlerweile ist der Verdächtige Gökmen Tanis festgenommen worden, gab Rob van Bree von der Polizei Utrecht bekannt. Der 37 Jahre alte gebürtige Türken Tanis war zuvor zur Fahndung ausgeschrieben worden. Das Motiv ist bisher unbekannt.

Die Bevölkerung war zunächst aufgefordert worden, in ihren Wohnungen zu bleiben. Auch öffentliche Gebäude wie Schulen waren davon betroffen. Eltern waren von den Behörden gebeten worden, ihre Kinder nicht abzuholen. Gegen 16:20 Uhr wurde die Warnung aufgehoben.

Auf den Raststätten an der Autobahn nach Amsterdam sowie an den Abfahrten hatten zwecks Fahndung Sicherheitskräfte Stellung bezogen, an der Grenze zu Deutschland waren verstärkte Kontrollen angeordnet worden

Abgegeben wurden die Schüsse an diesem Montagvormittag gegen 10:45 Uhr in einer Straßenbahn im Stadtteil Kanaleneiland im Westen von Utrecht. Der Stadtteil gilt als sozialer Brennpunkt. Utrecht hat rund 350.000 Einwohner und liegt 75 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.

Ministerpräsident Mark Rutte sagte: „Die ersten Berichte haben Fassungslosigkeit und Abscheu ausgelöst. Die Gewalt hat unschuldige Menschen getroffen. Unsere Gedanken sind bei ihnen und ihren Angehörigen, deren Leben von einem Augenblick auf den anderen auf den Kopf gestellt wurde."

Wenn es sich um eine terroristische Tat handele, könne es laut Rutte nur eine Antwort geben: „Wir werden der Intoleranz nicht weichen", so der niederländische Regierungschef.

Nach den Schüssen war in Utrecht die höchste Alarmstufe verhängt worden. Ein Zeuge, der sich in der Straßenbahn befand, sagt dem niederländischen Rundfunk NOS zufolge, diese sei angehalten, er dachte, es habe einen Unfall gegeben, dass eine Person von der Straßenbahn überfahren worden sei. Dann habe er einen Mann mit gezückter Waffe gesehen. Die Türen seien verschlossen gewesen, die Menschen versuchten, ins Freie zu gelangen. Als sich die Türen öffneten, seien die Menschen davongelaufen, es habe dann Schüsse gegeben. Er habe gesehen, wie sich Menschen hinter Fahrzeugen versteckten, so der Zeuge.

In einer Stellungnahme von König Willem-Alexander heißt es, man sei tief betroffen, dass drei Menschen bei dem Anschlag in Utrecht ums Leben gekommen seien. Er drückte den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus und dankte den Ermittlern und Helfern.