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21. Akt gegen Steuerflucht: Gelbwesten wollen Unternehmen besetzen

21. Akt gegen Steuerflucht: Gelbwesten wollen Unternehmen besetzen
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REUTERS/Benoit Tessier
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Die Protestbewegung der Gelbwesten in Frankreich demonstriert an diesem Wochenende zum 21. Mal in Folge - deshalb ist von "Acte 21", vom "21. Akt" die Rede. Das Motto ist diesmal der Protest gegen die Steuerflucht, vor allem die Steuervermeidung der multinationalen Unternehmen.

Auf Facebook hat eine Gruppe, die sich "Opérations Spéciales GJ" nennt, die Besetzung von vielen multinationalen Unternehmen für diesen Sonntag angekündigt. In einem Video auf der Facebook-Seite richtet sich der Protest gegen McDonalds, AXA, Coca Cola, JP Morgan, Disney, H&M, Auchan, Netflix, Subway, Nestlé... Auf einem Video sind Männer zu sehen, die Dollar zählen und diese in einen Safe packen.

Die Besetzungen sollen ohne gelbe Westen und friedlich stattfinden.

Gegen Starbucks hatte es schon eine Protestaktion gegeben.

Le Parisien schreibt die Gruppe behaupte, sie werde von den bekannten Gelbwesten Eric Drouet, Priscillia Ludosky und Jérôme Rodrigues - der bei den Protesten ein Auge verloren hat - unterstützt.

Mehrere hundert Facebook-User haben sich jeweils für die geplanten Besetzungsaktionen in ganz Frankreich angekündigt - darunter in Paris, Bordeaux, Nîmes, Tours...

An diesem Samstag werden in Rouen in Westfrankreich besonders viele Demonstranten erwartet. In Paris sind Teile der Stadt wieder für die Gelbwesten gesperrt, um Ausschreitungen zu vermeiden.

Doch in der Hauptstadt sind Proteste am Sonntag auch in der Nähe der Kaufhäuser bei der Métro Havre-Caumartin geplant. Touristen sollten diesen Stadtteil liebe meiden, meinte Le Parisien.