Eilmeldung

Eilmeldung

64 Migranten an Bord - "Alan Kurdi" läuft Richtung Malta

64 Migranten an Bord - "Alan Kurdi" läuft Richtung Malta
Schriftgrösse Aa Aa

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hat an die Regierung in Malta appelliert, ihr Schiff Alan Kurdi mit 64 auf dem Mittelmeer geborgenen Migranten anlegen zu lassen, nachdem Italien keine Erlaubnis zur Einfahrt gegeben hatte. Italien sieht Deutschland in der Pflicht, weil das Boot unter deutscher Flagge fährt.

Am Freitag hatte sich Italien noch bereiterklärt, zwei Kinder und deren Mütter in Sicherheit zu bringen - allerdings die Väter nicht. Dagegen habe die NGO beim Auswärtigen Amt protestiert. Nach Darstellung von Sea-Eye hat das Außenministerium in Berlin im Gegensatz zu Italien nicht darauf bestanden, die Familien zu trennen. Die Crew der «Alan Kurdi» entschied sich angesichts dieser Situation, Malta anzusteuern.

Isaac wollte nicht von seiner Familie getrennt werden.

"Ich möchte ein gutes Leben für mein Kind, sehen, mit uns als glückliche Familie. Ich bin ohne Familie aufgewachsen, ich weiß, was das heißt. Und wie wichtig es ist, als Familie zusammen zu sein. Ich freue mich mit, mit meiner Familie zusammen zu sein - und sie werden für immer bei mir sein."

Italiens Innenminister Matteo Salvini sagte: «Frauen und Kinder weigern sich, auszusteigen. Es bleibt nichts anderes, als ihnen gute Reise nach Berlin zu wünschen.»

Deutschland hat sich zur Aufnahme einiger Migranten vom unter deutscher Flagge fahrenden Schiff „Alan Kurdi“ bereit erklärt, will aber laut Innenminister Horst Seehofer nicht allein für alle 64 Bootsflüchtlinge zuständig sein. Auch andere EU-Staaten müssten Menschen von dem Schiff aufnehmen.

Malta und Italien lassen praktisch keine Boote mit Migranten mehr anlegen, weil es keinen Verteilmechanismus auf EU-Ebene gibt. Daher waren bereits mehrere NGO-Schiffe teils Wochen auf dem Meer blockiert.