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EU fordert "humanitären Waffenstillstand" in Libyen

EU fordert "humanitären Waffenstillstand" in Libyen
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Reuters
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Bei einem Treffen der Außenminister der Europäischen Union in Luxemburg hat Federica Mogherini einen Appell an die Konfliktparteien in Libyen gerichtet. Angesichts der zunehmenden Kampfhandlungen müsse ein "humanitärer Waffenstillstand" geschlossen werden. Außerdem forderte die EU-Außenbeauftragte die Beendigung der Militäroffensive auf die Hauptstadt Tripolis:

"Ich habe gerade mit dem UN-Sondergesandten Ghassan Salame gesprochen. Die erste gemeinsame Botschaft, die wir übermitteln müssen, ist die eines humanitären Waffenstillstands, um Zivilisten und Verwundeten die Evakuierung aus der Stadt zu ermöglichen, um eine militärische Eskalation und weitere militärische Handlungen zu unterbinden, und um zu politischen Verhandlungen zurückzukehren."

Trotz mehrerer internationaler Aufrufe zu einem Ende der Gewalt steuert Libyen weiter auf einen neuen Bürgerkrieg zu.

Anhänger der international anerkannten Regierung in Tripolis hatten am Sonntag eine Gegenoffensive gegen die Truppen des mächtigen Generals Chalifa Haftar angekündigt. Dessen Verbände marschieren seit Donnerstag aus dem Osten Libyens auf die Hauptstadt zu. Haftar will Tripolis einnehmen und das ölreiche Krisenland unter seine Kontrolle bringen.

Mehrere Milizen kämpfen seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 um die Macht in Libyen.