Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.

Eilmeldung

Eilmeldung

Philippinen: Forscher entdecken unbekannte menschliche Spezies

Callao Cave on Luzon Island, in the Philippine
Callao Cave on Luzon Island, in the Philippine -
Copyright
Callao Cave Archaeology Project/Handout via REUTERS
Schriftgrösse Aa Aa

Dreizehn fossile Knochen und Zähne, die in einer Höhle auf den Philippinen entdeckt wurden, gehören zu einer bisher unbekannten menschliche Spezie. Die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit stellen die Forscher in der Fachzeitschrift "Nature" vor.

Wissenschaftler tauften ihn "Homo luzonensis", wahrscheinlich war er nicht größer als 1,20 Meter und wies Merkmale urtümlicher und moderner Menschen auf, so die Wissenschaftler.

Callao Cave Archaeology Project/Handout via REUTERS
Zähne des "Homo luzonensis"Callao Cave Archaeology Project/Handout via REUTERS

Überreste von mindestens drei Individuen wurden in der Callao-Höhle im nördlichen Teil der Insel Luzon auf den Philippinen gefunden.

Den Forschern gelang es nicht, DNA zu extrahieren, aber sie fanden heraus, dass eines der Individuen vor 67.000 Jahren und das andere vor 50.000 Jahren lebte.

Es ist bereits das zweite Mal in diesem Jahrhundert, dass auf südostasiatischen Inseln Verwandte des "Homo sapiens" entdeckt wurden.

2003 wurden in einer Höhle auf der indonesischen Insel Flores, etwa 3.000 Kilometer von der Luzon-Stätte entfernt, Überreste des "Homo floresiensis" gefunden, der wegen seiner geringen Größe auch "Hobbit" genannt wird.

Der "Homo luzonensis" war nicht nur ein Zeitgenosse des "Hobbits", sondern auch unserer eigenen Art, des "Homo sapiens", dessen Ursprünge in Afrika liegen. Ob der Untergang des "Homo luzonensis" mit der Ankunft des "Homo sapiens" zu tun hat, können die Wissenschaftler derzeit nicht ausschließen.

Auch der "Hobbit" verschwand vor etwa 50.000 Jahren, als sich der "Homo sapiens" in der Region ausbreitete.

Die Entdeckungen von Luzon und Flores zeigen, dass die Geschichte der menschlichen Evolution komplizierter ist als bisher angenommen. Asien könne noch mehr Überraschungen bereit halten, so die Forscher.