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Superwahl in Indonesien: Über 17.000 Inseln, 193 Mio Wähler

Superwahl in Indonesien: Über 17.000 Inseln, 193 Mio Wähler
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Reuters / WILLY KURNIAWAN
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Indonesien, die drittgrößte Demokratie der Welt, wählt an diesem Mittwoch einen neuen Präsidenten. Dabei zeichnet sich ein klarer Sieg des amtierenden Staatschefs Joko Widodo ab. Nach ersten Prognosen kann der 57-Jährige mit etwa 55 Prozent der Stimmen rechnen. Sein Gegenkandidat, Ex- General Prabowo Subianto, kommt laut verschiedenen Meinungsforschungsinstituten etwa 44 Prozent.

Bei der Präsidentenwahl kommt es zur Wiederauflage des Duells von vor fünf Jahren: Amtsinhaber Joko Widodo (57) tritt erneut gegen Ex-General Prabowo Subianto (67) an. Ersterer gilt als volksnaher Politiker, als "Obama Indonesiens", sein Gegenkandidat als Vertreter der militärischen Elite.

Wahlkampfthemen: Religion und soziale Gerechtigkeit

Kritiker werfen ihdem Amtsinhaber vor, sich zu wenig für Menschenrechte eingesetzt zu haben. Auch Korruption ist trotz früherer Wahlversperechen nach wie vor weit verbreitet.

Soziale Gerechtigkeit und die Rolle des Islams waren die bestimmenden Themen des Wahlkampfs. Indonesien gilt als bevölkerungsreichster muslimischer Staat der Welt und stand lange für eine tolerante Form des Islam. Doch in den vergangenen Jahren haben fundamentalistische Kräfte deutlich an Einfluss gewonnen.

Logistische Herausforderung

Die Wahl mit rund 245.000 Kandidaten in dem Inselstaat ist auch eine logistische Herausforderung: Es gibt mehr als 800.000 Wahllokale in zum Teil abgelegenen Regionen. Die Entscheidung fällt in einem einzigen Durchgang.

Indonesien gehört zum wichtigen G20-Kreis der größten Industrie- und Schwellenländer. Das Wachstum liegt bei 5,2 Prozent. Aber die Gegensätze zwischen Jakarta und den kleineren Inseln sind enorm. Insgesamt gibt es 193 Millionen Wahlberechtigte.