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Abschied von Altgroßherzog Jean

Abschied von Altgroßherzog Jean
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Altgroßherzog Jean von Luxemburg ist am Samstag mit einem Staatsbegräbnis beigesetzt worden. Seine letzte Ruhe fand er in einer Familiengruft in der Krypta der Kathedrale Notre-Dame in der luxemburgischen Hauptstadt.

Bei der Trauerfeier vor gut 1400 Gästen würdigte Erzbischof Jean-Claude Hollerich den früheren Staatschef: Er sei ein Mann von diskreter Wohltätigkeit und Liebe gewesen. Jean habe als Großherzog "ohne Geschrei und ohne Gefühlsduselei" gelebt. "Seine Fröhlichkeit wird uns fehlen", sagte Hollerich.

Zu dem Gottesdienst waren zahlreiche amtierende Monarchen sowie frühere Könige und Königinnen angereist. Darunter Schwedens König Carl XVI. Gustaf, aus Dänemark Königin Margrethe II. oder Spaniens Ex-König Juan Carlos.

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Auch andere Länder wie die Niederlande, Monaco, Liechtenstein, Jordanien und Marokko waren präsent. Auf der offiziellen VIP-Liste standen 150 meist adelige Gäste: Neben vielen anderen auch die Chefs der Häuser Wittelsbach und Hohenzollern. Aber auch Frankreichs ehemaliger Staatspräsident Nicolas Sarkozy und der ehemalige deutsche Bundespräsident Joachim Gauck.

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Jean von Luxemburg war von 1964 bis 2000 Staatschef des Großherzogtums - und sehr beliebt. Er war am 23. April im Alter von 98 Jahren gestorben.

Tausende Luxemburger trotzten dem nasskaltem Wetter und erwiesen dem früheren Großherzog die letzte Ehre: Sie säumten die Straßen um die Kathedrale und verfolgten eine Live-Übertragung der Trauerfeier auf einer Großbildleinwand auf dem zentralen Paradeplatz.