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Netanjahu will "massive Angriffe" auf Gazastreifen

Netanjahu will "massive Angriffe" auf Gazastreifen
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Der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern aus dem Gazastreifen ist erneut gefährlich eskaliert. Israels Luftwaffe beschoss zahlreiche Ziele in dem Küstenstreifen. Mindestens sechs Palästinenser wurden getötet. 47 weitere Palästinenser seien verletzt worden. Israels Ministerpräsident Netanjahu hatte die Armee angewiesen, "massive Angriffe" auf Gaza zu fliegen.

Unter den Toten im Gazastreifen soll eine schwangere Frau und ihr einjähriges Kind gewesen sein. Israel bestritt, dafür verantwortlich zu sein. Schuld sei eine fehlgeleitete Rakete der Hamas gewesen.

Am Samstag hatten Kampfjets unter anderem ein Hauptquartier der Hamas sowie Raketenwerkstätten und Waffenlager zerstört. Israelische Medien berichteten, es seien auch gezielt Wohnhäuser ranghoher Mitglieder der Palästinenserorganisationen Hamas und Islamischer Dschihad beschossen worden. Insgesamt wurden nach Armeeangaben seit Samstag 220 Ziele im Gazastreifen attackiert

Vorangegangen waren zahlreiche Raketenangriffe aus dem Gazastreifen. Laut israelischem Militär haben seit Samstag militante Palästinenser rund 450 Raketen und Mörsergranaten auf israelische Ortschaften abgefeuert. Die Angriffe gingen das ganze Wochenende weiter. In der israelischen Küstenstadt Aschkelon wurde nach Polizeiangaben in der Nacht zum Sonntag ein Israeli getötet, als eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete sein Wohnhaus traf.

Die Gewalt war eskaliert, nachdem es am Freitag an der Gaza-Grenze bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten Tote gegeben hatte. Vier Palästinenser wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza getötet, darunter zwei Hamas-Kämpfer.