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Brüssel: Kein Platz für Rechtsextreme

Brüssel: Kein Platz für Rechtsextreme
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Mit Trommeln zogen sie vor das europäische Parlament. Zwischen 4000 und 5000 Demonstranten versammelten sich in Brüssel - mit einer klaren Botschaft: Faschismus hat in Belgien und Europa keinen Platz.

Ein Mitglied der "Stand Up Coalition Against Fascism", Sixtine Van Outryve sagt:

"Wir wollen uns gegen die extreme Rechte stellen, egal ob im Parlament, in der Regierung, auf der Straße, bei der Arbeit, der Ausbildung. Die Rechtsextremen, egal wo, wo immer sie in der Öffentlichkeit eine Rolle spielen, wir lehnen uns gegen sie auf."

Kurz nach dem Bekanntwerden der Wahlergebnisse am Sonntag hatten die Aktivisten in den Sozialen Netzwerken zu dem Protest aufgerufen. AUs der Europawahl gingen rechtsextreme Parteien wie Frankreichs Rassemblement National und Italiens Lega gestärkt hervor. Aber auch in Belgien konnte auf nationaler Ebene die separatistische "Vlaams Belang" punkten, die genauso wie die Neu-Flämische Allianz eine Unabhängigkeit (NVA) der Region Flandern von Belgien anstrebt.

"Das Ergebnis der Wahlen vom Sonntag ist das Ergebnis jahrzehntelanger verfehlter Regierungspolitik, neoliberaler, sexistischer und rassistischer Politik, und der Veröffentlichung rassistischer Reden in der Gesellschaft", so Van Outryve weiter_.
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Unter den Demonstranten befanden sich neben Belgiern auch zahlreiche andere EU-Bürger und einige Europaparlamentarier, die alle Flagge gegen rechts zeigen wollten.

Marie Arena ist für die Parti Socialiste im Europaparlament, sie ist überzeugt:

"Am wichtigsten ist es, eine Koalition demokratischer Parteien im Parlament zu bilden. Und sicherzustellen, dass keine demokratische Partei mit diesen Populisten und Nationalisten zusammenarbeitet. Das ist das erste. Wenn wir das im Europäischen Parlament machen, werden sie unsere Politik nicht beeinflussen."

Die Demonstranten nahmen Kurs auf den Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel, und liefen vorbei am Rat der Europäischen Union, wo zeitgleich die EU Staats- und Regierungschefs speisten. Trotz der hohen Polizeipräsenz verlief die Demonstration überwiegend friedlich.