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Moskau feiert ersten Weltraum-Spaziergänger

Moskau feiert ersten Weltraum-Spaziergänger
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Moskau feiert den ersten Menschen, der draußen im Weltall einen Spaziergang wagte – 1965 war das: Alexei Archipowitsch Leonow – er wurde in diesen Tagen 85 Jahre alt. Im Kosmonautenmuseum ist er als Raumfahrer zu sehen – und als Maler.

Seine Tochter Oksana Leonova:

„Bei uns zu Hause gab es immer einen speziellen Raum für Papas Kunst. Es gibt ein paar Teile hier in der Ausstellung, die das (Leonovs Werkstatt) sehr gut zeigen. Das war ein Kunsttempel.“

Leonovs legendärer Weltraum-Spaziergang dauerte 12 Minuten an einer 4,5 Meter langen Sicherheitsleine und hätte um ein Haar auch seine Karriere als Maler beendet: Der Raumanzug hatte sich durch den Druckunterschied zum Vakuum des Weltraums so stark aufgebläht und versteift, dass Leonow nicht mehr durch die Luftschleuse passte. Er musste erst durch ein Notventil Druck ablassen.

Zehn Jahre später war er mit verantwortlich (mit Valery Kubasov) für das erste internationale Raumdocking "Sojus-Apollo".

Der Kosmonaut Alexander Alexandrow:

"Ich meine, dass die meisten der hier gezeigten Bilder ihn zurück zur Erde bringen. Berge in der Mongolei, die Taiga, Winter. Es ist sehr interessant, das alles durch seine Augen zu sehen, man kann seine Seele fühlen."

KALTER KRIEG IM ALL

Der erste künstliche Erdtrabant, das erste Lebewesen in einer Umlaufbahn, der erste Mensch, natürlich ein Mann, und die erste Frau im All, schließlich der erste Weltraumspaziergang: alles Pionierleistungen sowjetischer Ingenieure. Fünfmal musste sich die amerikanische Nasa Ende der 1950er- und Anfang der 1960er-Jahre dem sowjetischen Raumfahrtprogramm geschlagen geben – doch am Ende stand Neil Armstrong als erster Mensch auf dem Mond und kein Russe.

Bevor die beiden ISS-Crewmitglieder Oleg Kononenko und Alexey Ovchinin jetzt ihren eigenen Marathon-Weltraum-Spaziergang begannen, schickten die beiden Raumfahrer dem Pionier Leonov zu seinem 85. Geburtstag eine audiovisuelle Postkarte aus dem All.Auf dem Rücken trugen sie goldene Schilder mit der Aufschrift "Leonov # 1" und "Happy birthday Alexei Arkhipvich".

Die Ausstellung im Kosmonautenmuseum in Moskau geht bis Ende Herbst 2019.

su