Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Strafpredigt: Papst fordert "radikale Energiewende" von Ölbranche

Strafpredigt: Papst fordert "radikale Energiewende" von Ölbranche
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Papst Franziskus hat Top-Manager der Ölindustrie für zwei Tage in den Vatikan bestellt, um ihnen ins Gewissen zu reden: Er forderte demnach eine "radikale Energiewende" weg von fossiler Energie wie etwa Erdöl. "Viel zu lange haben wir alle nicht auf die Ergebnisse der Wissenschaft gehört. Warnungen vor dem Untergang können nicht mehr mit Ironie oder Verachtung begegnet werden," sagte er laut Vatikan. Das werten Beobachter als indirekte Kritik an Politikern wie US-Präsident Donald Trump, die den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel anzweifeln.

Ohne "radikale Energiewende" müssten "unsere Kinder den Preis für die Unverantwortlichkeit unserer Generation bezahlen". Man könnte sich nicht den "Luxus erlauben, dass andere den ersten Schritt machen oder kurzfristigen ökonomischen Vorteilen Priorität geben", so Franziskus. Er verlangte offene, transparente und wissenschaftlich fundierte Berichte zum Risiko des Klimawandels.

ABGABE AUF KOHLENDIOXID

Eine Abgabe auf den Ausstoß von Kohlendioxid sei unverzichtbar - nur so lasse sich der CO2-Ausstoß wirksam begrenzen.

Industriekreisen zufolge („Reuters“) mussten sich unter anderem die Chefs von Eni, Exxon, BP und Chevron sowie der chinesischen Sinopec die Strafpredigt anhören.

su