Massenabschiebungen aus USA: Trump gibt Aufschub

Massenabschiebungen aus USA: Trump gibt Aufschub
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US-Präsident Donald Trump hat die von ihm angekündigten Massenabschiebungen von Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung kurz vor deren geplantem Beginn ausgesetzt.

An einem Tisch

Auf Bitten der oppositionellen Demokraten habe er den Beginn um zwei Wochen verschoben, schrieb der Republikaner auf Twitter. In dieser Zeit sollten Demokraten und Republikaner gemeinsam - so wörtlich - "eine Lösung für die Asyl- und Schlupfloch-Probleme an der Südgrenze ausarbeiten. Wenn nicht, fangen die Deportionen an!"

Die Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, begrüßte die Verschiebung. Für eine umfassende Reform werde Zeit benötigt.

Armut und Bandenkriminalität

In den USA leben schätzungsweise elf Millionen Menschen ohne Aufenthaltspapiere, die meisten von ihnen sind "Indocumentados" aus Lateinamerika. Unter Trump gehen die Behörden verstärkt gegen sie vor. Der Republikaner hat immer wieder Druck auf Mexiko gemacht, Flüchtlinge aus südlichen mittelamerikanischen Staaten zu stoppen, bevor sie die US-Grenze erreichen.

Aus Ländern wie Honduras, Guatemala und El Salvador fliehen Tausende vor Bandengewalt und Armut. Trump hatte Mexiko unter Androhung von Strafzöllen zu einer Vereinbarung gezwungen, in der sich das Land verpflichtet, schärfer gegen Migranten vorzugehen.