Wohin sollen die Migranten der Sea-Watch 3?

Wohin sollen die Migranten der Sea-Watch 3?
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REUTERS/Guglielmo Mangiapane
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Wohin mit den Migranten, die von der Sea-Watch 3 vor drei Wochen gerettet worden sind? Über die Verteilung auf EU-Länder wird immer noch verhandelt.

"Die Gespräche dazu laufen noch", sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Donnerstag.

Deutschland hat wohl dem Vernehmen nach zugesagt, rund ein Drittel der 40 Flüchtlinge aufzunehmen. Auch Frankreich, Finnland, Portugal und Luxemburg hatten sich bereit gezeigt, Migranten bei sich aufzunehmen.

Momentan befinden sich die geretteten Menschen nach Angaben von Sea-Watch immer noch auf der italienischen Insel Lampedusa.

Die Kapitänin Carola Rackete wurde bekannt dafür, dass sie unerlaubt in den Hafen der Insel einlief. Sie wurde festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Dieser wurde jedoch aufgehoben.

Derzeit befinde sich die 31-Jährige noch "in einem Versteck in Italien", sagte Ruben Neugebauer, Sprecher von Sea-Watch, am Donnerstag. Ihrem Vater zufolge will Rackete bis zu einer weiteren Anhörung am 9. Juli in Italien bleiben.

Das Schiff ist liegt im Hafen der sizilianischen Stadt Licata und ist dort festgesetzt. Ein Teil der Crew befindet sich noch darauf, der andere sei mittlerweile wieder zuhause.

Insgesamt hatte Sea-Watch vor drei Wochen vor Libyen 53 Migranten aufgenommen - 13 wurden schon während der Blockade an Land gebracht.