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Die Geschichte eines Kriegsopfers in Afghanistan

Die Geschichte eines Kriegsopfers in Afghanistan
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18 Jahre nach der US-Intervention in Afghanistan verschärft sich der Konflikt: Die zunehmenden Selbstmordattentate der Regierungsfeinde und die Luftangriffe der regierungstreuen Kräfte wirkten sich direkt auf den Anstieg der zivilen Opfer aus. 2018 wurden fast 11.000 Zivilisten getötet oder verletzt. Eines der Opfer ist Attagul.

Attagul ist Ende Mai Opfer einer Explosion in der Stadt Ghazni südwestlich von Kabul geworden. Durch das Attentat verlor er einen Teil seiner Schädeldecke und seines Gehirns. Nach der Erstversorgung im örtlichen Krankenhaus wurde er ins Chirurgische Zentrum für Kriegsopfer der internationalen NGO Emergency in Kabul überwiesen.

"Mein Cousin war 150 Meter von der Explosion entfernt, viele Menschen, die näher dran waren, wurden getötet. In vielen Häusern zerbrachen die Fensterscheiben", erzählt sein Verwandter Mohmad. "In unserem Dorf gibt es viele Explosionen. Entlang der Straßen und Gassen liegen Minen. Täglich gibt es Kämpfe."

Attagul war Traktorfahrer. Der 35-Jährige wurde bei der Arbeit von der Explosion getroffen. Er lebt in einem Dorf in der Provinz Ghazni - dort kämpfen bewaffnete Gruppen gegen regierungstreue Kräfte.

Nach einer schwierigen Operation und zwei Wochen Intensivpflege begann Attagul eine beeindruckende Genesung. Er kann wieder reden und sich bewegen. Der nächste Schritt ist die Überweisung in ein orthopädisches Zentrum. Dort soll der Vater von sechs Kindern seine Mobilität zurückgewinnen.