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Brüssel: Kommt der Klimaschutzfonds?

Brüssel: Kommt der Klimaschutzfonds?
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Europa wird von einer Hitzewelle förmlich überrollt. In vielen Hauptstädten purzelten die Temperaturrekorde nur so.

In Brüssel dreht sich deshalb derzeit alles um den Klimawandel. Der neue Abgeordnete der Syriza-Partei, Petros Kokkalis, schlug in der ersten Sitzung des Umweltausschusses im Europäischen Parlament die Einrichtung eines separaten Klimaschutzfonds vor:

Kokkalis: "Strukturfonds ist die einzige Chance"

"Heute sind es 38 Grad in Brüssel, das ist Rekord. Und das weitestgehend ohne Klimaanlagen, obwohl es eine wohlhabende Stadt ist. Das ist im Nahen Osten nicht der Fall. Im Bereich des Katastrophenschutzes und auch in der Infrastrukturentwicklung müssen wir uns anpassen. Wir sollten versuchen, einen einzigen Strukturfonds mit festgelegten Indikatoren und Folgenabschätzungen einzurichten. So könnten wir dann diese Herausforderung rechtzeitig und effektiv angehen - es ist die einzige Chance, die wir haben."

Kokkalis findet, dass dieser Fonds in den EU-Haushalt der kommenden sieben Jahre aufgenommen werden sollte:

"Für ein neues, weltweites, grünes Abkommen, das das Pariser Ziel von einer maximalen durchschnittlichen Erwärmung von 1,5 Grad Celsius einhält, wären jährlich Kosten von etwa 1,5-2% des globalen Bruttoinlandsprodukts nötig. Das sind weltweit etwa eine Billion pro Jahr. Derzeit hat Frau von der Leyen eine Billion für die nächsten zehn Jahre versprochen, aber das reicht nicht aus. 0,4 % des weltweiten BIP werden aktuell in grüne Infrastrukturen investiert. Das sind etwa 300 Milliarden.

Wir müssen also versuchen, die öffentlichen, als auch die privaten Investitionen zu begrenzen. Ein spezieller Strukturfonds der EU würde viel dazu beitragen, die Reichweite der privaten Gelder einzudämmen. Darüber hinaus wird das neue nachhaltige Finanzsystem, das vom Europäischen Parlament beschlossen wurde, den Zustrom von privatem Kapital erfassen."

Laut Europäischer Umweltagentur belaufen sich die klimabedingten Verluste in den letzten 35 Jahren auf rund 453 Milliarden Euro.