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Migranten in Paris: Warten auf Asyl

Migranten in Paris: Warten auf Asyl
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Irgendwo am Stadtrand von Paris sitzen sie und schlagen die Zeit tot. Hungrig, müde und voller Sehnsucht nach einem besseren Leben. Mit Tauben füttern und warten verbringen diese Migranten aus Afrika den Alltag.

Oliver kommt aus dem Sudan - mit dem Boot überquerte er das Mittelmeer. Seit 2015 lebt er in Frankreich - ohne Papiere. "Ich kam nach Frankreich, um Asyl zu beantragen, zu arbeiten, eine Familie zu gründen. Deswegen kam ich her. Aber es ist wirklich schlecht hier in Frankreich. Mir geht es genauso wie 2015, keine Papiere, keine Arbeit, keine Wohnung. Das ist ein Problem.

Dem französischen Asylrecht zufolge muss ein Antrag innerhalb von 90 Tagen nach Betreten des Landes eingereicht werden. Aber die Bearbeitungszeiten dauern immer länger. Bis zur Erteilung einer offiziellen Aufenthaltsberechtigung können Jahre vergehen.

Im Prinzip hat, wer in Frankreich Asyl beantragt, Anrecht auf Unterkunft, ein wenig Geld und Unterstützung. Die Wirklichkeit sieht anders aus, sagt Pierre Henry von der Hilfsorganisation "France Terre d'asile", die sich um Asylbewerber und ihre Rechte bemüht.

"Wie man Asyl erhält? Indem man sich in der Präfektur registrieren lässt, in dem Departeement, in dem man angekommen ist und den Antrag dann beim französischen Flüchtlingsamt einreicht. In der Theorie hört sich das, was ich Ihnen jetzt sage einfach an. Aber in der Praxis ist es viel komplizierter."

Frankreich ist eines der fünf Länder, das Flüchtlinge von der Gregoretti in Sizilien aufnehmen will. Sie werden ein beschleunigtes Verfahren durchlaufen und die Zuwendungen erhalten, die das französische Asylrecht vorsieht. Für die anderen heißt es weiterhin: warten.