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Seenotrettung im Mittelmeer: Schwangere dürfen von Bord

Seenotrettung im Mittelmeer: Schwangere dürfen von Bord
Copyright Reuters/Juan Medina
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Von Cornelia Trefflich mit EFE, dpa
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Während sich bei der Seenotrettung im Mittelmeer keine Lösung abzeichnet, durften zwei Hochschwangere von Bord gehen. Unterdessen bereitet das größte Rettungsschiff, die "Ocean Vikin" einen Einsatz im Mittelmeer vor.

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Für zwei Rettungsschiffe im Mittelmeer mit insgesamt mehr als 150 Flüchtlingen an Bord zeichnet sich bislang keine Lösung ab.

Dennoch: auf die Bitte der Hilfsorganisation "Open Arms" holte die italienische Küstenwache zwei hochschwangere Frauen von Bord, von denen eine bereits in den Wehen lag.

Das Rettungsschiff der "Open Arms" liegt derzeit in internationalen Gewässern im südlichen Mittelmeer- 121 Migranten hoffen auf Landeerlaubnis in Lampedusa oder Malta.

In einer ähnlich verzweifelten Lage befindet sich die "Alan Kurdi" mit 40 Migranten an Bord. Das Schiff der deutschen Hilfsorganisation "Sea-Eye" befindet sich inzwischen in internationalen Gewässern rund 30 Kilometer vor Malta, nachdem Italien das Anlanden verboten hatte. Man hoffe auf eine schnelle Lösung für die Überlebenden, schrieb die Organisation auf Twitter.

Die Rettungsschiffe hatten die Flüchtlinge vor der Küste Libyens aus Seenot gerettet - viele der Flüchtlinge wiesen Spuren von Gewalt auf, die sie vermutlich Libyen erlitten. Unter den zahlreichen Minderjährigen ist auch ein Junge mit einer Schusswunde, der nun in Malta von Bord gehen soll.

Unterdessen bereitet sich auch die "Ocean Viking" zum Auslaufen vor. Das Rettungsschiff von "Ärzte ohne Grenzen" und "SOS Méditerranée" kann rund 200 Menschen aufnehmen und ist damit der größte Seenotretter, der im Mittelmeer unterwegs sein wird. Ihr Einsatz dürfte den Entscheidungsdruck auf Europa, sich bald auf einen Mechanismus zur Verteilung der Flüchtlinge zu einigen, weiter erhöhen - wenn noch mehr Schiffe einen sicheren Hafen zum Anlegen suchen.

Zurück nach Libyen würden die Menschen nicht gebracht, denn das Land biete keinen sicheren Hafen, so die Hilfsorganisationen. Auch die Vereinten Nationen bestätigen, dass Flüchtlinge in dem Krisenland der Gefahr willkürlicher Haft, Folter, sexueller Gewalt, Zwangsarbeit und Tötung ausgesetzt sind.

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