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Dürre, Hitze, leichtsinnige Lagerfeuer: Waldbrände in Sibirien

Dürre, Hitze, leichtsinnige Lagerfeuer: Waldbrände in Sibirien
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In den Waldbrandgebieten in Sibirien kämpfen weiter tausende Einsatzkräfte gegen die Feuer, in schwer zugänglichen Gebieten auch unter äußerst schwierigen Bedingungen. Allein in der Region Irkutsk am Baikalsee wollten 4.500 Freiwillige mit speziellen Feuerlöschern verhindern, dass die Brände auf Siedlungen übergriffen, so die Behörden (Agentur "Interfax"). 121 Siedlungen liegen demnach unmittelbar in der gesundheitsschädlich verrauchten Zone.

In der Region brennen auch wegen Trockenheit und Hitze abgelegene, unbewohnte Wälder in Krasnojarsk, Jakutien und Irkutsk, Umweltschützer nennen es eine ökologische Katastrophe.

Die US-Raumfahrtbehörde NASA fand auf Satellitenbildern Rauch der von Sibirien und dem Fernen Osten bis nach Alaska und entlang der kanadischen Westküste geweht worden war.

Alexander Vorobyow, russisches

Katastrophenschutzministerium

"Das Ausmaß der Brände ist wirklich riesig. Wir sind mit dem Hubschrauber hierher geflogen und haben die Gebiete (in Flammen) gesehen. Der Wald tut mir leid!"

ERMITTLUNGEN WEGEN BRANDSTIFTUNG

Experten schätzten den Schaden durch die Feuer in der auch für das
Weltklima wichtigen Taiga auf 2,4 Milliarden Rubel (mehr als 33 Millionen Euro). Viele Menschen klagen seit Tagen wegen des giftigen Rauchs über Kopfschmerzen und Atemnot.

Es gibt Ermittlungen wegen Brandstiftung: Trotz Warnschildern wegen Waldbrandgefahr zünden Russen traditionell im Sommer zu Tausenden Lagerfeuer an.

su mit dpa