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Briten wollen engere Zusammenarbeit mit Kanada

Briten wollen engere Zusammenarbeit mit Kanada
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Der neue britische Außenminister Dominic Raab hat angekündigt, sein Land werde nach dem EU-Austritt die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Kanada deutlich verstärken. Das sagte Raab bei einem Treffen mit seiner Amtskollegin Chrystia Freeland in Toronto.

„Für das Vereinigte Königreich geht es beim EU-Austritt nicht nur das Umgehen mit Risiken, obwohl das sehr wichtig ist. Es geht auch darum, die großen Möglichkeiten unserer neugewonnenen Freiheit zu ergreifen“, so Raab.

Funkstille zwischen Brüssel und London

In London empfing Premierminister Boris Johnson den estnischen Regierungschef Jüri Ratas. Ratas ist der erste hochrangige Politiker eines Mitgliedslandes der Europäischen Union, der dem neuen Hausherren in der Downing Street Nummer 10 einen Besuch abstattete. Zwischen Brüssel und London herrscht unterdessen Funkstille.

euronews-Korrespondent McAviney berichtet aus London: „Die Unterhändler der Europäischen Union sagten gegenüber Diplomaten, dass es bisher keine bedeutungsvollen Gespräche mit der neuen britischen Regierung gab. Sie sagten, man sei wieder dort angekommen, wo man vor drei Jahren stand und dass sich Großbritannien auf dem Weg in Richtung Austritt ohne Abkommen befinde. Der Verantwortliche hier in London, der sich äußerte, war Michael Gove, der Kabinettsminister. Er betonte, er sei über diese Anmerkungen sehr traurig. Gove sagte, Brüssel sei nicht zum Reden bereit. Brüssel hat - wie auch der irische Regierungschef Leo Varadkar - verdeutlicht, dass die Backstop-Klausel, die mit Theresa May ausgehandelt wurde, um gemäß Karfreitagsabkommen eine feste Grenze zwischen Irland und Nordirland zu verhindern, bestehen bleiben muss. Premierminster Johnson sagt, das könne er nicht dulden. Hier in London hat eine Gruppe Abgeordneter unterschiedlicher Parteien den Premierminister verklagt, um zu verhindern, dass er Großbritannien ohne Abkommen aus der EU führt."