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Mordfälle: Niederlande von Bandenkriminalität „unterwandert“

Mordfälle: Niederlande von Bandenkriminalität „unterwandert“
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Zwei aufsehenerregende Mordfälle haben in den Niederlanden eine Diskussion über die öffentliche Sicherheit ausgelöst. Ministerpräsident Mark Rutte und andere Politiker sprachen von einem Angriff auf den Rechtsstaat. Am Mittwoch war der Anwalt Derk Wiersum in Amsterdam erschossen worden.

Polizeisprecher Ruben Sprong sagt: „Zum jetzigen Zeitpunkt wissen wir, dass der Verdächtige relativ jung ist, zwischen 16 und 20 Jahre. Er trug einen schwarzen Kapuzenpullover und ist nach der Tat zu Fuß geflüchtet.“

Das 44-jährige Opfer war der Strafverteidiger eines Kronzeugen im Marengo-Prozess. 16 mutmaßliche Mitglieder einer Drogenbande stehen vor Gericht, die unter anderem mehrere Komplizen getötet haben soll, weil diese in Verdacht standen, mit der Polizei zusammengearbeitet zu haben. Als Kopf der Bande gilt der marokkanischstämmige Niederländer Ridouan Taghi. Er wird von Europol auf der Liste der meistgesuchten Personen geführt, für den Hinweis, der zu seiner Ergreifung führt, ist eine Belohnung von 100.000 Euro ausgelobt. Bandenkriminalität ist in den Niederlanden seit Jahren ein Problem. Eine Studie kam zum Ergebnis, der Rauschgifthandel habe in Teilen des Landes die Gesellschaft unterwandert.

Ebenfalls am Mittwoch wurde in Amsterdam der frühere Fußballprofi Kelvin Maynard in seinem Auto erschossen. Zwei Tatverdächtige flohen auf einem Motorroller. Im Polizeiregister war Maynard aus bislang unbekanntem Grund in einer Akte vermerkt. Bislang geht die Polizei nicht von einem Zusammenhang zwischen den beiden Morden aus.