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Nasīmī-Festival: mit Poesie und Kunst die Menschen trösten

Nasīmī-Festival: mit Poesie und Kunst die Menschen trösten
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In Aserbaidschans Hauptstadt Baku hat das Nasīmī Poesie-, Kunst- und Musikfestival stattgefunden. Es ist dem mystischen Dichter und Denker Imād ad-Dīn Nasīmī (1369-1417) gewidmet. Es gab verschiedene Veranstaltungen, von Poesie-Lesungen, über die Vorstellung traditioneller Handwerke bis hin zu Musik- und Tanzaufführungen.

"Gerade weil wir in einem Zeitalter leben, in dem mit all diesen Gadgets und Apps alles immer schnelllebiger wird, könnte ich mir vorstellen, dass Rapper oder moderne Poetry-Slammer von der Art und Weise inspiriert werden könnten, wie Nasīmī komplexe Gedanken verdichtet und verschönert", meint der Turkologe Michael Reinhard Hess.

Auch in Nasīmīs Geburtsstadt Şamaxı gab es mehrere Events, darunter die Präsentation einer neuen Skulptur Nasimis des aserbaidschanischen Künstlers Rashad Alekperow.

Der Palast der Schirwanschahs diente als Kulisse für das zeitgenössische Ensemble Horizonte aus Deutschland:

"Unser Ensemble ist daran interessiert, traditionelle und moderne Musik zu kombinieren", erklärt einer der Gründer und künstlerische Direktor Jörg-Peter Mittmann. "Wir spielen oft alte Musik wie, Bach, Barockmusik und mittelalterliche Musik in unseren Konzerten, um die Traditionslinien im Laufe der Jahrhunderte aufzuzeigen."

Traditionelle aserbaidschanische Musik in der Altstadt

Bakus Altstadt lebte auf mit traditioneller aserbaidschanischer Musik und Auftritten von bekannten lokalen Künstlern.

Im Aserbaidschanischen Theater trat die inklusive Candoco Dance Company auf: "Wir würden es nie als Herausforderung betrachten, sondern eher als kreative Provokation", meint der künstlerische Co-Direktor. "Wir versuchen, einen Weg zu finden, Unterschiede zu gestalten und zu feiern. Wir sagen nicht, dass wir alle gleich sind, wir sagen, wir sind alle unterschiedlich. Wir wollen herausfinden, wie wir zusammen arbeiten können."

Der Tallinn Knabenchor aus Estland gab Musik aus aller Welt zum besten: vom Ave Maria bis zum Lied "The Lion Sleeps Tonight".

In der aserbaidschanischen Philharmonie trat der Jazzmusiker Salman Gambarov auf: _"Weil die Organisatoren meine Vorliebe für Duette kennen, bot man mir an, drei Duette auf dem Festival zu spielen."

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Der französische Musiker Michel Godard meint: "Man steht immer im Austausch mit anderen Menschen. Man braucht den Austausch für den kreativen Prozess, das kann wie in meinem Fall die Poesie sein oder viele andere Dinge, Maler oder Dichter."

Musiker Wen Shu: _"Aserbaidschanische Kultur hat mich schon immer fasziniert und Maestro Salman ist ein äußerst sensibler und kraftvoller Musiker, seine Musik strahlt so viel Liebe und Licht aus. Und jeder will Licht und Liebe!"
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Und die Sopranistin Margriet Buchberger bekräftigt: "Liebe ist das Wichtigste in der Musik, man will dieses Gefühl immer wieder vermitteln und die Menschen mit Musik, Worten und Poesie trösten. Das ist vielleicht auch das Bindeglied zwischen Nasīmīs Dichtung und der Musik von heute."