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Wieder Tote und Verletzte bei Protesten im Irak

Wieder Tote und Verletzte bei Protesten im Irak
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In Bagdad sind an diesem Samstag fünf Menschen bei Anti-Regierungsprotesten getötet worden. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Toten seit dem Beginn der Proteste gegen Korruption und Misswirtschaft auf über 90. Das teilte die staatliche Menschenrechtskommission in Bagdad mit. Auch an diesem Samstag zündeten die Demonstranten Autoreifen an und errichteten Straßenblockaden.

Im Internet kursierten Bilder von Toten und Verletzten, auf den Aufnahmen waren Schüsse zu hören. In den sozialen Netzwerken beschweren sich Menschen, dass die Polizei mit äußerster Härte gegen die Protestierenden vorgegangen sei.

So sind seit dem Beginn der Proteste rund 4.000 Menschen verletzt worden, die meisten von ihnen Demonstranten.

Die Ausschreitungen sind die schwersten im Irak seit der erklärten Niederlage des Islamischen Staates 2017. Es ist auch die größte Bewährungsprobe für Ministerpräsident Adel Abdul Mahdi, der erst seit einem Jahr im Amt ist.

UN-Generalsekretär António Guterres rief die Regierung und die Demonstranten zu einem Dialog auf. Alle Beteiligten müssten "äußerste Zurückhaltung" zeigen, erklärte er in New York.