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Anschlag von Halle: Haftbefehl gegen mutmaßlichen Täter

Anschlag von Halle: Haftbefehl gegen mutmaßlichen Täter
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Der Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof hat Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter von Halle erlassen. Es besteht unter anderem der Verdacht des zweifachen Mordes und des versuchten Mordes in mehreren Fällen.

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte am Tag nach dem Anschlag die Synagoge besucht. Auch Innenminister Horst Seehofer besichtigte einen der Tatorte. Der Schütze hatte dort vergeblich versucht, sich gewaltsam Zugang zu dem Gotteshaus verschaffen. Der 27-jährige Stephan B. erschoss anschließend zwei Menschen. Die Bundesanwaltschaft stuft die Tat als rechtsextremistisch und antisemitisch ein.

„Einen solchen feigen Anschlag zu verurteilen, das reicht nicht. Es muss klar sein, dass der Staat Verantwortung übernimmt für jüdisches Leben, für die Sicherheit jüdischen Lebens in Deutschland. Und ebenso klar muss sein: Die Gesellschaft, die gesamte Gesellschaft muss Haltung zeigen, eine klare, eine entschiedene Haltung der Solidarität mit den jüdischen Mitmenschen in unserem Land“, so Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Halle.

„Seit einigen Monaten, sage ich auch aufgrund der Erkenntnislage, die wir haben, dass die Bedrohungslage durch den Rechtsextremismus und den Rechtsterrorismus in Deutschland hoch ist. Das heißt, dass man eigentlich immer mit einem Anschlag rechnen muss“, sagte Seehofer.

Generalbundesanwalt Peter Frank erläuterte: „Stephan B. wollte nach unserer Erkenntnis und Einschätzung eine weltweite Wirkung erzeugen durch das livegefilmte Tatgeschehen, durch seine Kommentare während des Tatgeschehens, durch sein Manifest und seinen Plan, den er vorher im Internet verbreitet und hochgeladen hat.“

Israels Präsident Reuven Rivlin forderte die deutsche Politik auf, entschieden gegen Antisemitismus und Neofaschismus vorzugehen. Die Tat von Halle sei ein "tiefer Schock", so Rivlin.