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Barcelona nach der Gewalt: Rückgang bei Besuchern und Umsätzen

Barcelona nach der Gewalt: Rückgang bei Besuchern und Umsätzen
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Die jüngsten Ausschreitungen in Barcelona haben ganz unterschiedliche Folgen für die Stadt und ihre Bewohner.

Joan ist Besitzer eines Geschäfts, das ganz in der Nähe der spanischen Regierungsvertretung liegt, wo die Proteste hauptsächlich stattfanden.

Er sagt: "Natürlich haben wir Verluste. Aber jeder kann seine Meinung haben, ob für oder gegen die Unabhängigkeit."

Nach den Chaostagen von Barcelona hat Joan 40 Prozent weniger verdient. Tourismusverbände schätzen, dass die Verluste für Geschäfte und Restaurants zwischen 30 und 50 Prozent liegen.

Der Gastronom Jose meint: "Was passiert, ist alles andere als gut, weder für unser Geschäft, noch für alle anderen Geschäftsleute hier."

Einige Hotels sprechen von stornierten Buchungen. Viele haben die Preise gesenkt, um noch genügend Gäste anzuziehen.

Hoteldirektor Xavier Gener: "Viele unserer Kunden warten, um zu sehen, was in der Stadt los ist und passieren wird."

Ein Kongress mit 750 Teilnehmern wurde gestrichen, Kreuzfahrtschiffe legten nicht in Barcelona an. Dennoch: die meisten Touristen haben sich an die Situation angepasst.

Eine Touristenführerin sagte: "Wir machen unsere regulären Touren und erklären dabei die Lage in Katalonien. Die Touristen wollen wissen, was hier vor sich geht. Und wir erklären es ihnen gerne."

Die Ereignisse dürften auch einen Einfluss auf die Wahlen im November haben. Der Wahlkampf ist in vollem Gange.

"Die Katalonien-Frage ist gut für Politiker, um von anderen wichtigen Problemen abzulenken, die wir auch noch lösen müssen."

Der Analyst Carlos Castro: "Die Bilder der Gewalt in Katalonien könnten, wie manche Umfragen andeuten, vor allem gute Ergebnisse für die extreme Rechte bringen."

Am Ende wird es nach den Wahlen auch in Madrid darum gehen, für die Regierungsbildung die Unterstützung separatistischer Parteien zu gewinnen.

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