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Britische Parlamentswahl: Nigel Farage kandidiert nicht

Britische Parlamentswahl: Nigel Farage kandidiert nicht
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Der Vorsitzende der Brexit-Partei, Nigel Farage, tritt bei der kommenden Parlamentswahl in Großbritannien nicht selbst an. Das sagte er in einem Interview mit der BBC. Stattdessen plant der Rechtspopulist durch das Land zu ziehen und den Kandidaten seiner Partei im Wahlkampf unter die Arme zu greifen. Dabei will er auch Stimmung gegen den ausgehandelten Brexit-Deal von Premierminister Boris Johnson mit der EU machen.

"Ich habe gründlich darüber nachgedacht, wie kann ich dem Brexit als solches am besten dienen? Denn dafür tue ich das - nicht für eine Karriere", so Farage. "Ich will nicht den Rest meines Lebens in der Politik sein. Diene ich dem Brexit mehr mit einem möglichen Sitz im Parlament oder wenn ich durch Großbritannien reise und die 600 Kandidaten unterstütze? Der letztgenannte Kurs ist der richtige."

Zuvor hatte Premier Boris Johnson den Vorschlag Farages zurückgewiesen, den Austrittsvertrag mit der EU fallen zu lassen und ein Wahlbündnis mit seiner Partei einzugehen.

"Der einzige Weg aus der EU, der einzige Weg, den Brexit in die Tat umzusetzen, ist der Deal, den wir haben", erklärte Johnson.

Superreiche sind in Sorge

Unterdessen fürchten laut Medienberichten einige Superreiche mit Blick auf einen möglichen Wahlsieg der Labour-Partei um ihr Geld. Der Grund sind offenbar anvisierte Steuererhöhungen. Demnach würden die Schwervermögenden eine durch Corbyn geführte Regierung als eine weitaus größere Bedrohung für ihren Reichtum und ihre Lebensqualität ansehen als einen harten Brexit. Der Schattenkanzler der Labour-Partei, John McDonnell, zerstreute diese Bedenken im britischen Fernsehen jedenfalls nicht - im Gegenteil:

"In Bezug auf die Einkommenssteuer werde ich etwas tun, dass die oberen fünf Prozent ein bisschen mehr zahlen. 95 Prozent der verdienenden Bevölkerung wird geschützt."

In den jüngsten Umfragen liegen die konservativen Tories des Premierministers Johnson teils deutlich vor der Labour-Partei. Allerdings sind die Ergebnisse allgemeiner Befragungen vor dem Hintergrund des britischen Mehrheitswahlrechts schwierig zu deuten.

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