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"Klimapaket ein Skandal": Hunderttausende protestieren in Deutschland

Demonstrantin in Köln
Demonstrantin in Köln -
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REUTERS/Thilo Schmuelgen
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Baden gegen den Klimawandel: Am internationalen Protesttag der Bewegung "Fridays for Future" haben in Deutschland mehrere Hunderttausend Menschen demonstriert - in Berln sprangen ein paar besonders mutige AktivistInnen bei 5 Grad Außentemperatur am Bundestag sogar in die Spree. Im Schlepptau, ein Klimapaket.

Denn das der Bundesregierung schicke den Klimaschutz baden, so Fabian Gacon von der Umweltschutzorganisation BUNDjugend: "Wir retten das Klimapaket aus dem Wasser, befüllen es mit tatsächlichen Inhalten, die den Klimawandel aufhalten können und übergeben es der Politik wieder."

Auch vor dem Brandenburger Tor wurde demonstriert. Insgesamt waren laut Veranstaltern 60.000 Menschen auf den Straßen der Hauptstadt.

Jessica Saltz, euronews-Korrespondentin in Berlin: "Neustart Klima ist der Slogan beim Klimastreik von 'Fridays for Future' und 'Extinction Rebellion', den beiden größten internationalen Gruppen. Luise Neubauer von 'Fridays for Future' hat mir gesagt, dass ein Neustart nötig sei. Denn das aktuelle Klimapaket der Regierung reicht ihrer Meinung nach überhaupt nicht aus, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen."

"Das Klimapaket der deutschen Regierung ist ein Skandal", so Daniel, ein Demonstrant, der mit seinen Töchtern kam. "Es ist nicht genug, um die Ziele zu erreichen, die sie sich selbst gesteckt hat und es ist noch viel zu wenig, für das, was wirklich nötig ist, nämlich eine Klimapolitik, die das Klima wirklich schützt."

Auch in Freiburg, Köln und vielen weiteren deutschen Städten wurde demonstriert. International sind nach Angaben des Netzwerks über 2400 Städte in 158 Ländern dabei.

Es ist bereits der vierte weltweite Protesttag der Bewegung. In Deutschland will "Fridays for Future" am Samstag am Braunkohlekraftwerk Jänschwalde in der Brandenburger Lausitz zusammen mit anderen Umweltgruppen erneut demonstrieren.

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